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13.11.1992 - 

Deutschland-Chef sieht gute Sanierungschancen

Everex Systems Inc. will Chapter eleven nun nicht mehr ausschließen

FRANKFURT (CW) - Zwar berichtet die Everex Deutschland GmbH von einem erfolgreichen Verlauf des ersten Geschäftsjahres seit der Gründung; die kalifornische Everex Systems Inc. indes macht negative Schlagzeilen.

Nach einer Serie von Entlassungen in den vergangenen Monaten schließt man jetzt nicht mehr aus, sich unter Chapter eleven sanieren zu müssen.

Bislang hat der Anbieter von High-end-PCs, Mehrprozessor-Servern und Peripheriegeräten nach Angaben seines deutschen Geschäftsführers Jürgen Georg Hüniken noch keine konkreten Pläne, den einschlägigen Schutzparagraphen des US-Konkursrechtes in Anspruch zu nehmen. Ob das so bleibt, hänge vom Verhalten der Gläubiger und Kreditgeber ab. Sollte es zu Chapter eleven kommen, sei das gleichwohl "noch lange nicht das Aus", betonte Hüniken. Abgeschlossene und aktuelle Konkursschutz-Fälle wie Memorex Telex oder Wang Laboratories belegen nach seiner Auffassung, daß am Ende einer solchen Maßnahme durchaus die Rückkehr in die Gewinnzone stehen könne.

Der PC-Manager glaubt, daß der gegenwärtige Shake-out in der Branche in etwa 18 Monaten abgeschlossen sein wird. Rund ein Drittel der Anbieter wird dann nach seiner Schätzung nicht mehr existieren. Chancen für Everex, zu der anderen Gruppe zu gehören, seien wegen der rechtzeitigen Weichenstellung in Richtung leistungsstarker Mehrprozessor-Systeme vorhanden.

Zusätzlich zu Entlassungen in den USA im Sommer und Frühherbst dieses Jahres sowie Berichten über den bevorstehenden Verkauf von Fertigungsstätten (siehe auch den Bericht auf Seite 26) macht Everex auch in Europa gegenwärtig einen Rationalisierungsprozeß durch. Nach Hünikens Angaben sollen Zentralfunktionen eingerichtet werden, um die Ländergesellschaften von sekundären Kosten zu entlassen.

Als ersten Schritt in diese Richtung eröffneten die Kalifornier in Rotterdam ein Zentrum für die europaweite Distribution.