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14.08.1992 - 

Kalifornier denken über Köstenreduktion nach

Everex: Viertes Quartal wird unprofitabel sein

FREMONT (IDG) - Die High-flyer-Zeiten des PC-Makers Everex Systems Inc., Fremont, scheinen vorbei zu sein. Nach einem miserablen Fiskaljahr 1990/91, in dem das Unternehmen einen Verlust von rund 48 Millionen Dollar einfuhr, stehen auch nach Abschluß des Geschäftsjahres 1991/92, das am 31. Juli 1992 endete, die Zeichen auf Sturm.

Noch ist das Ergebnis des jüngst abgelaufenen Fiskaljahres nicht veröffentlicht. Vor einigen Wochen aber hatten Unternehmenssprecher in den USA angedeutet, daß aufgrund des starken Preiskampfes im PC-Geschäft, der die Margen gedrückt und den Absatz gesenkt habe, das vierte Quartal unprofitabel verlaufen sei. Jetzt bestätigte Everex auch einen Bericht des "Silicon Valley Business Journal", daß man über Kostensenkungsmaßnahmen nachdenke, die nicht zuletzt eine Restrukturierung beinhalten könnten. Dementiert wurde allerdings, daß Mitarbeiterentlassungen von mehr als 20 Prozent geplant seien. Dagegen behauptete ein US-Analyst, ihm gegenüber habe man geäußert, Everex wolle die operativen Kosten, die bisher rund 20 Prozent des Umsatzes ausmachen, auf 15 bis 16 Prozent drücken. Dies wiederum impliziere seiner Ansicht nach einen Personalabbau von rund 400 bis 500 Mitarbeitern.

Schon nach dem vorangegangenen Geschäftsjahr hatten zahlreiche US-Analysten starke Bedenken angesichts der Überlebensfähigkeit des 1983 gegründeten kalifornischen PC-Anbieters geäußert. Nun erklärten erneut einige amerikanische Industriebeobachter, die allerdings anonym bleiben wollten, Everex stehe auf ihrer Liste der PC-Hersteller, die nicht überleben würden. Nicht ganz so drastisch, wenn auch kritisch, sieht Eric Zimits, Analyst bei William K. Woodruff & Co. in Dallas, die Situation der Kalifornier: "Everex zählt zu den schwächeren Teilnehmern im Markt und muß manche Schritte, beispielsweise Entlassungen, früher machen als gesündere Unternehmen." Im abgelaufenen Geschäftsjahr, so Zimits weiter, werde Everex aber dennoch Geld verdienen. Und David Zacarias, Chief Financial Officier des PC-Anbieters aus Fremont bekräftigt: "Auch andere Unternehmen haben harte Quartale. Wir werden überleben."