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12.03.1993 - 

Er soll C++-Daten an Symantec verraten haben

Ex-Borland-Entwickler Wang steht wegen Industriespionage vor Gericht

Symantec und die beiden Angeklagten, die gegen eine Kaution von 100 000 Dollar auf freien Fuss gesetzt wurden, bestreiten die Vorwuerfe. "Das Gericht ueberprueft lediglich, ob in diesem Fall ueberhaupt Gesetzesverstoesse vorliegen. Das bedeutet nicht, dass es kriminelle Aktivitaeten gegeben hat", erklaerte eine Sprecherin des F&A-Herstellers.

Borland sieht das offenbar anders: Bereits im September vergangenen Jahres, als Wang in einen hochdotierten Job bei Symantec wechselte, hatte die Kahn-Company den Entwickler beschuldigt, geheimes Material zur Entwicklung von C++ per E-Mail an seinen kuenftigen Arbeitgeber weitergegeben zu haben, bei dem er heute als Chefentwickler fuer Anwendungen angestellt ist.

Mit den umfangreichen Akten des Falles hat sich die Staatsanwaltschaft inzwischen jedenfalls intensiv beschaeftigen koen-

nen. Nach Aussagen des zustaendigen Bezirkstaatsanwalts Art Danner haben mehrere Detektive "Hunderte von Stunden" mit der Durchsicht des Materials verbracht: "Nach Lage der Beweise glauben wir, dass Borland Opfer eines kriminellen Aktes ist und halten deshalb die Strafkammer fuer den geeigneten Ort, diese Dinge zu verhandeln."

Kim Nash, Redakteurin der CW-Schwesterpublikation "Computerworld", berichtete allerdings, dass es vor der Grand Jury in erster Linie darum gehen werde, ob die Vorwuerfe unter den Paragraphen "Geschaeftsgeheimnis" (trade secret) fallen, der 1967 in das kalifornische Gesetzbuch aufgenommen wurde. Geklaert werden muss, ob der Artikel nur auf technische und wissenschaftliche Informationen abhebt oder auch Marketing- und Vertriebsdaten einschliesst.

Neben dem Grand-Jury-Verfahren hat Borland auch eine Zivilklage gegen Symantec angestrengt. Wird zugunsten der Kahn-Company entschieden, muss der F&A-Anbieter mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen, liess die Borland vertretende Anwaltskanzlei Gordon & Glickson PC, Chicago, wissen.