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10.01.2003 - 

Konrad Reiss rückt in den Vorstand der Telekom auf

Ex-Debis-Chef leitet T-Systems

MÜNCHEN (CW) - Die Telekom ist auf der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden T-Systems-Chef Christian Hufnagl fündig geworden. Konrad Reiss, ehemaliger Geschäftsführer des Debis Systemhauses, übernimmt die Leitung des IT-Dienstleisters und wird diesen auch im Vorstand des Bonner Konzerns vertreten.

Erst Ende vergangenen Jahres hatte Telekom-Vorstand Josef Brauner den Rückzug Hufnagls aus der Geschäftsführung von T-Systems International angekündigt. Zu diesem Zeitpunkt liefen die Gespräche mit potenziellen Kandidaten bereits. Dass die Wahl auf Reiss gefallen ist, wird in der Branche überwiegend positiv gewertet. Der 44-Jährige bringt vielfältige Erfahrungen in der hart umkämpften IT-Dienstleistungsbranche mit.

Von Februar bis Oktober 2000 war Reiss Geschäftsführer der Debis Systemhaus GmbH mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen. Im März 2000 veräußerte der Mutterkonzern Daimler-Chrysler 50,1 Prozent des Debis Systemhauses an die Telekom, die Anfang dieses Jahres auch die übrigen Anteile erwarb.

Von größerer Bedeutung für die Berufung von Reiss dürfte seine Tätigkeit für das französische IT-Serviceunternehmen Cap Gemini gewesen sein, das sich im Jahr 2000 durch die Übernahme der Beratungssparte von Ernst & Young verstärkt hat. Von 1997 bis 1999 agierte Reiss als Geschäftsführer der Cap-Gemini-Gruppe in Deutschland.

Schon vor dem Führungswechsel galt Cap Gemini Ernst & Young (CGEY) als möglicher Kooperationspartner für T-Systems. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke hatte zu seinem Amtsantritt eine Stärkung des internationalen Geschäfts im IT-Bereich gefordert und eine Partnerstrategie angekündigt. Wegen der angespannten Finanzlage der Bonner kommt eine weitere Übernahme derzeit nicht in Frage.

Dass T-Systems schon seit längerem Gespräche über Kooperationen führt, ist in der Branche ein offenes Geheimnis. Pressemeldungen zufolge sollen die Verhandlungen mit CGEY allerdings ins Stocken geraten sein und möglicherweise an finanziellen Fragen scheitern. Ein CGEY-Sprecher erklärte auf Anfrage lediglich, dass es Kontakte gegeben habe. (wh)