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21.05.1999 - 

Urheber kritisierte Behandlung der Mitarbeiter

Ex-Intel-Angestellter erhält gerichtliches E-Mail-Verbot

SAN FRANZISKO (CW) - Möglicherweise hat das Urteil eines Gerichts im kalifornischen Sacramento zumindest in den USA einen Präzedenzfall geschaffen. Die Justiz räumte dem Prozessorhersteller Intel das Recht ein, E-Mails des Ex-Angestellten Ken Hamidi zu blocken.

Hamidi, der 1996 gefeuert wurde, hatte eine Nachricht an insgesamt 30 000 Intel-Mitarbeiter geschickt. Hierzu verwendete er ein altes Adreßbuch von Intels E-Mail-System. Über den Inhalt der Botschaft läßt sich nur mutmaßen. Fest steht aber, daß der Versender die Web-Site http://www. faceintel.com betreibt, auf der er die Behandlung von Angestellten beim Chiphersteller beklagt. Nun darf Intel die von Hamidi versendeten Nachrichten dauerhaft blockieren. Der Verurteilte will in die Berufung gehen: Da er das öffentliche Internet zum E-Mail-Versand benutzte, fühlt er sich durch den Richterspruch in seinem Recht auf freie Meinungsäußerung beschnitten. Allerdings nahm er dafür eine nicht öffentlich zugängliche Adreßliste des Chipanbieters in Anspruch, was die Jury als Mißbrauch fremden Eigentums wertete.

Bereits im Dezember vergangenen Jahres mußte sich Hamidi wegen eines ähnlichen Vorfalls vor Gericht verantworten. Auch damals entschied die Justiz gegen den ehemaligen Intel-Mann, verhängte aber nur ein vorläufiges E-Mail-Verbot.