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08.09.1989 - 

Führungsriege der Deutschen Telekom wird rekrutiert:

Ex-lBMer Leister für AR-Vorsitz favorisiert

BONN (bi) - Die Mitglieder des künftigen Aufsichtsrates (AR) der Deutschen Bundespost Telekom stehen fest. Favorit für die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden am 13. September ist Rolf-Dieter Leister, Ex-IBMer und vor seinem Ausscheiden aus Big Blues Diensten durch Umorganisation um seine Nachfolgechancen gebrachter Kronprinz für die Position des Chefs der IBM Deutschland.

Flankiert wird Leister, der als einziger privater Unternehmensberater in das Gremium des Aufsichtsrates aufgenommen wurde, von dem CDU-Abgeordneten Heinrich Windelen, der den Vorsitz des aufgelösten Postverwaltungsrates inne hatte, ferner von Tyll Necker, dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und einstiges Mitglied der sogenannten Witte-Kommission, derjenigen Regierungskommission, die die Aufteilung der Post in drei Bundesunternehmen vorbereitet hat, sowie von Peter Glotz (SPD), der ebenfalls dieser Regierungskommission angehörte.

Ferner sind für den Eigentümer Bund noch drei Staatssekretäre zu Aufsichtsräten benannt worden. Da sie nicht "ad personam", sondern als Amt gewählt wurden, weil der Bund ja als Eigentümer fungiert und deshalb "seine Leute" in das Aufsichtsgremium schickt, räumt man keinem von ihnen große Chancen ein, am Mittwoch aus der Mitte des noch weitere 14 Köpfe zählenden Gremiums zum Vorsitzenden der Telekom gewählt zu werden.

Auch für die jeweils sieben Vertreter der Anwender und Kunden sowie der Personalvertretung scheinen die Trauben eines Vorsitzes recht hoch zu hängen; es käme einer echten Überraschung gleich, würde die Position aus ihren Reihen besetzt. Als Fachmann in Sachen Telekommunikation scheint hier nur Heinz Sebinger, Vorstand der Datev, auf. Die übrigen Interessenvertreter sind in Fachkreisen relativ unbekannt. Völlig unwahrscheinlich ist die Wahl eines Gewerkschafters aus der Riege der Aufsichtsräte der Personalvertretung.

Nach der Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden wird am 13. September Minister Christian Schwarz-Schilling seinen Vorschlag für das Amt des Vorstandsvorsitzenden machen. Auch hier werden bereits Namen gehandelt und zwar von Vorständen der deutschen Telekommunikationsindustrie. Möglicherweise läßt sich ein Einverständnis über den Vorschlag des Ministers noch an diesem Tag mit dem Aufsichtsrat erzielen.