Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

29.05.1981 - 

Kling, Klinkenberg und Braun gründen eigene Softwarefirma:

Ex-SFD Mitarbeiter erwarten Rehabilitation

MÜNCHEN (de) - Ganz entschieden weisen die ehemaligen SFD-Mitarbeiter Hartmut Kling (38), Peter Klinkenberg (36) und Hans-Dieter Braun (33) die Anschuldigung zurück, sie hätten versucht, "heißen Quellcode an sich zu bringen" (CW Nr. 16 vom 16. April 1981, Seite 9: "Messestrategie der Software-Zukunft: Mängelrügen").

Den "schlimmsten Verdacht, den man gegen Leute aus der Computerbranche aussprechen kann" (Kling), wollen die Software-Spezialisten aus München und Paderborn nicht auf sich sitzen lassen: "Das ist glatte Verleumdung."

Während der Hannover-Messe 1981 hatten Branchen-lnsider im Zusammenhang mit der Affäre um die SFD GmbH & Co. KG - der SFD-Stand wurde bekanntlich wegen Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens gepfändet - das Gerücht kolportiert, "drei führende SFD-Mitarbeiter" (siehe CW Nr. 16) seien wegen versuchten Software-Diebstahls gefeuert worden.

"Beobachter und Kenner der Software-Szene", sagen die drei DV-Profis, "konnten sich unschwer ausrechnen, wer gemeint war."

Denn geschaßt wurde das Trio nach den Worten von Braun - jedoch allein mit der Begründung, andere SFD-Mitarbeiter über die geschäftliche Situation des Unternehmens bewußt falsch informiert und die Gründung einer eigenen Software-Firma hinter dem Rücken der SFD-Geschäftsführung betrieben zu haben. Braun: "Wenn das mit dem Quellcode stimmen würde, hätte nichts nähergelegen, als es in die Kündigung reinzuschreiben."

Allzu gern würden die Geschaßten auch den Makel des fristlosen Rausschmisses loswerden, weil die Kündigungsgründe (Aufhetzung von Untergebenen, geschäftsschädigendes Verhalten) nicht zuträfen. Erläutert Klinkenberg: "Als wir den Mitarbeitern sagten, daß es schlecht aussieht, waren die SFD-Konten schon dicht." Um rehabilitiert zu werden, hätten sie die Kündigungen arbeitsgerichtlich angefochten.

Dieser juristische Konter dürfte indes ins Leere gehen - im wahrsten Sinne des Wortes: Am 4. Mai wurde für die SFD Konkursantrag beim Amtsgericht Paderborn, dem Stammsitz des Unternehmens, gestellt.

Die drei Software-Manager vertrauen gleichwohl darauf, daß sich das SFD-Desaster für sie nicht imageschädigend auswirken wird. Sie haben soeben ihr eigenes Software-Haus gegründet.

Auf den Namen sind Kling, Klinkenberg und Braun besonders stolz: 2 KB Software GmbH.