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12.04.2010

Ex-Siemens-Manager vor Bewährungsstrafen im Schmiergeldprozess

MÜNCHEN (Dow Jones)--Zwei ehemalige Siemens-Manager können dank ihrer Geständnisse mit Bewährungsstrafen im Schmiergeldprozess vor dem Münchner Landgericht rechnen. Das Gericht hatte vor Prozessbeginn mit Staatsanwaltschaft und den Verteidigern der beiden Angeklagten eine entsprechende Vereinbarung getroffen, wie Richter Joachim Eckert am Montag in München sagte.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Zwei ehemalige Siemens-Manager können dank ihrer Geständnisse mit Bewährungsstrafen im Schmiergeldprozess vor dem Münchner Landgericht rechnen. Das Gericht hatte vor Prozessbeginn mit Staatsanwaltschaft und den Verteidigern der beiden Angeklagten eine entsprechende Vereinbarung getroffen, wie Richter Joachim Eckert am Montag in München sagte.

Der frühere Vorstand des Telekommunikationsbereichs (COM), Michael Kutschenreuter, und dessen ehemaliger Leiter des Rechnungswesen räumten den Vorwurf der Untreue objektiv und subjektiv ein, wie sie vor dem Gericht erklärten. Den Vorwurf der Beihilfe zur Bestechung zog das Gericht aufgrund der Schuldeingeständnisse zurück.

Kutschenreuter könne nach seinem Geständnis bis zu 2 Jahre Haft auf Bewährung sowie eine Strafe von bis zu 60.000 EUR erhalten, so der Richter. Dem geständigen Buchhalter stehe eine Bewährungsstrafe von bis zu 18 Monaten ohne zusätzliche Geldstrafe ins Haus. Der Prozess ist auf drei Verhandlungstage angesetzt.

Kutschenreuter gestand ein, schwarze Kassen und Schmiergeldzahlungen seiner Mitarbeiter nicht verhindert zu haben. "Ich übernehme die volle Verantwortung", sagte der frühere Bereichsvorstand. Allerdings habe er dabei im Sinne des Unternehmens handeln wollen. Ihm sei es um Arbeitsplätze im In- und Ausland gegangen.

"Die Anonymisierung der diskreten Zahlungen hielt er wegen der Vorteile für Siemens für vertretbar", sagte Kutschenreuters Verteidiger im Gerichtssaal. Die Ermittlungen hätten auch ergeben, dass die erwarteten Vorteile beim Unternehmen eingetreten sind, fügte er hinzu.

Sowohl Kutschenreuter als auch der mitangeklagte Buchhalter haben sich nach eigener Aussage zivilrechtlich bereits mit Siemens geeinigt. Der Buchhalter konnte dabei dank seiner Mitarbeit an der Aufklärung der Schmiergeldaffäre eine Amnestievereinbarung mit dem Münchner DAX-Konzern erwirken.

Webseite: www.siemens.com -Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 4030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/has/smh

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