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19.05.2006

Exchange-Tools greifen zu kurz

Zusatzwerkzeuge für den Groupware-Server geben einen detaillierten Einblick in die Leistung, drohende Gefahren und Systemprobleme. Vier von ihnen kamen jetzt auf den Prüfstand.

Exchange bietet von Haus aus die "Microsoft Management Console" (MMC) und den "Exchange Manager". Diese Komponenten helfen zwar bei der Konfiguration des Servers, geben aber keine nennenswerte Unterstützung für Berichte, Alarme, Systemdiagnosen oder Troubleshooting. Diese Lücke sollen spezielle Management-Tools für Exchange schließen, von denen die CW-Schwesterpublikation "Infoworld" jetzt vier getestet hat. Es sind die Produkte "Email Control 5.0.2 for Exchange" vom Anbieter DYS Analytics sowie "Spotlight on Exchange 5.2.0" und die dazugehörige "Management Console for Exchange 1.0.2" der Firma Quest. Dazu kommen das "Microsoft Exchange 2003 Management Pack for MOM 2005" (MOM = Micorsoft Operations Manager) sowie das Tool "Zenprise 1.0.3" von Zenprise.

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Auf den Punkt gebracht

DYS Analytics Email Control 5.0.2:

Leicht zu benutzen;

ausgereifte Berichtswerkzeuge;

vergleichweise günstig für Installationen mit 1000 bis 5000 Anwendern.

Informationen zur Fehlerdiagnose und Alarmfunktionen fehlen.

Quest Spotlight on Exchange 5.2.0:

Gutes Tool für die Überwachung, Verwaltung und Fehlerdiagnose in großen Exchange-Verbünden;

einfache Integration in weitere Quest-Produkte, die zusammen eine breite Palette an Exchange-Diensten bieten;

hilfreiche Features für die Abbildung von Topologien;

Vergleichweise aufwändige Installation.

Microsoft Exchange 2003 Management Pack for MOM 2005:

Gute Integration in Windows, das Active Directory und Exchange;

leistungsfähige Monitoring-Tools;

exzellente vordefinierte Regeln für Alarmmeldungen.

Hilfreiche Wissensdatenbank für Troubleshooting, deren Installation und Bedienung aber schwierig ist;

die Software verlangt die Installation des Microsoft MOM Servers, wodurch zusätzliche Kosten entstehen können.

Zenprise 1.0.3:

sehr gute Unterstützung für Troubleshooting, einschließlich Lösungsvorschläge;

auf der Basis einer Auswertung historischer Exchange-Daten lassen sich potenzielle Systemprobleme frühzeitig erkennen.

Keine Funktionen für andere Aufgaben der Exchange-Verwaltung.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Unternehmen: DYS Analytics Quest Software Microsoft Zenprise

Produkt: DYS Analytics Email Control 5.0.2 Quest Spotlight on Exchange 5.2.0 Microsoft Exchange 2003 Zenprise 1.0.3 Management Pack for MOM 2005

Gesamturteil: 7,6 (gut) 7,8 (gut) 7,4 (gut) 8,4 (sehr gut)

Kriterien: Benotung Gewichtung Benotung Gewichtung Benotung Gewichtung Benotung Gewichtung

Berichte 8,0 30% 8,0 30% 7,0 30% 8,0 15

Monitoring 7,0 25% 8,0 25% 8,0 25% - -

Verwaltung 7,0 15% 8,0 15% 8,0 15% 8,0 15

Benutzerführung 8,0 10% 8,0 10% 7,0 10% 8,0 10

Einrichtung 8,0 10% 7,0 10% 7,0 10% 8,0 10

Preis-Leistungsverhältnis 8,0 10% 7,0 10% 7,0 10% 8,0 10

Lizenzkosten ab 3495 Dollar Drei Dollar pro verwaltete Mailbox kostenlos, benötigt den MOM Server, 10 000 Dollar für 500 Clients, für maximal 5000 Clients der ab 6099 Dollar zu haben ist. 15 000 Dollar für 1000 Clients

Bewertung: unter 4,9 nicht akzeptabel; 5,0 bis 5,9 dürftig; 6,0 bis 6,9 befriedigend; 7,0 bis 7,9 gut; 8,0 bis 8,6 sehr gut; 8,7 bis 10 exzellent\

*Bei Zenprise wurde aufgrund der nur bedingten Vergleichbarkeit andere Bewertungsmaßstäbe angelegt; ** Näheres zur Testmethode und den Kriterien unter: www.infoworld.com/testcenter/tst_rev_mtd.html

Die Testumgebung bestand aus zwei Active-Directory-Controllern, zwei Exchange-Servern sowie der Antispam-Appliance "Razorgate 100" des Anbieters Mirapoint. Überprüft wurden diverse Fehlerszenarien wie beispielsweise eine fehlende Verbindung zwischen zwei Exchange-Servern oder nicht verfügbare Exchange-Dienste.

Alle Tools verfolgen einen vergleichbaren Ansatz: Sie helfen Exchange-Anwender mit Administratorenrechten, Serverinformationen auf der Vollversion der Datenbank "SQL Server" oder der Laufzeitversion der "Microsoft SQL Server Database Engine" (MSDE) abzuspeichern. Im Einzelnen verfügen sie indes über unterschiedliche Funktionsschwerpunkte. So helfen die Produkte von DYS und Quest vor allem den Betrieb des Exchange Servers zu überwachen und zu verwalten. Das Management-Pack von Microsoft zeichnet sich beispielsweise durch eine Wissensdatenbank aus, in der der Hersteller Lösungswege für Systemprobleme und für Fehlersuche zusammengetragen hat. Zenprise hingegen konzentriert sich auf die Fehlerdiagnose und ist deshalb funktional nur bedingt mit den anderen Tools vergleichbar.

Email Control analysiert Leistungsprobleme

Die Software Email Control von DYS Analytics unterstützt die Betriebssysteme Windows 2000 und 2003 Server, Windows 2000 Professional oder Windows XP. Sie muss auf einer separaten Workstation installiert werden und läuft nicht auf dem Domain Controller oder Exchange Server. Das Tool setzt einen Account im Active Directory und die Nutzung des Internet Explorer 6.0 oder höher voraus. Eine zusätzliche Datenbank oder Server-Agents sind nicht erforderlich. Die Installation verlief problemlos: Besitzt der Anwender Administratorenrechte, kann er sich am Exchange-Server anmelden und das Installationsprogramm starten. Ferner sind der Domain Controller und Exchange-Server zu spezifizieren, und es ist der Pfad zu den Log-Files des Groupware-Servers anzugeben, wobei deren Verzeichnis auf einem Netzlaufwerk liegen muss. Zum Lieferumfang gehören auch die MSDE-Laufzeitversion des SQL Servers sowie der "Apache Tomcat Server". Letzterer fungiert als Host und stellt den Administratoren die Systemberichte bereit.

Standardberichte an Bord

Enthalten sind Dutzende vorgefertigte Berichte, mit denen sich Server-Statistiken darstellen lassen. Hierzu zählen Angaben über die Zahl der empfangenen und verschickten Nachrichten, die Serververfügbarkeit oder über Verbindungen mit externen Systemen. Email Control hat zwei Bestandteile: "Track Now" verfolgt den Weg von Nachrichten zwischen den Benutzern oder Exchange-Servern, misst die Zeit und erfasst Probleme, die dabei auftreten. Ferner lässt sich das Verfahren auf die Kommunikation zwischen dem Exchange-Server und SMTP-Servern anwenden. Die Komponente "Investigate Now" analysiert die Ergebnisse, generiert Berichte über die Hauptspeicher- und Netznutzung, Nachrichtengröße, Fehlerzahl sowie Mailbox-Nutzung. Die Reports können im HTML-Format exportiert sowie deren Inhalte modifiziert werden.

Eine Lizenz von Email Control kostet rund 3500 Dollar. Mit ihr lässt sich eine beliebige Zahl an Exchange-Servern beziehungsweise Installationen bis zu 5000 Anwendern überwachen. IT-Shops erhalten für das Geld Kernfunktionen für detaillierte Performance-Messungen, so das Fazit der Prüfer. Vermisst wurden Funktionen, die beim Überschreiten festgelegter Schwellenwerte Alarm auslösen, sowie ausgereifte Möglichkeiten zur Fehlerdiagnose, wie sie Zen- prise und Microsoft bieten.

Spotlight on Exchange - alle Daten im Überblick

Von Quest kommen diverse Werkzeuge und Produktsuiten für Exchange. Das hier getestete Spotlight on Exchange ist ein funktional breit angelegtes Management-Werkzeug für große Exchange-Installationen, deren Topologien es abbilden kann. Geboten werden auch Alarmfunktionen sowie Tools für Reporting und Diagnose. Die Software ist als Plugin für die "Management Console for Exchange" konzipiert. Letztere ist die zentrale Verwaltungskomponente vieler Quest-Produkte und erweitert die MMC des Exchange-Servers. Die Konsole selbst ist zwar kostenlos, der Hersteller berechnet aber einen Preis von drei Dollar für jede über sie verwaltete Mailbox.

Komplexe Installation

Die Installation von Spotlight on Exchange ist komplex, da die Software die MSDE-Laufzeit oder die Vollversion des SQL Servers sowie den Web-Server "Internet Information Server" (IIS) von Microsoft benötigt. Voraussetzung sind die Nutzung der "Microsoft Database Access Components" in der Version 2.7 oder höher, das ".NET-Framework 1.1", die Exchange System Management Tools sowie der Internet Explorer 5.5 oder 6.0. Zudem sind die Accounts für den Exchange-, IIS- und SQL-Server einzurichten. Ist dies einmal gelungen, hilft fortan ein "Autodiscovery"-Feature, weitere Exchange- oder Active-Directory-Server einzubinden. Der Zugriff auf das Exchange-Werkzeug erfolgt über die Verwaltungskonsole oder per Browser über den IIS. Die genannten Microsoft-Komponenten lassen sich zusammen mit den Spotlight-Tools als 120 MB großes Softwarepaket installieren. Wird nur noch das Quest-Produkt benötigt, steht alternativ ein Paket mit 37 MB zur Verfügung. Als Betriebssysteme kommen der Windows-Server 2000 und 2003 sowie Windows 2000 Professional oder XP Professional in Frage.

Diagnose auf fünf Gebieten

Im Test zeichnete sich das Produkt durch leistungsfähige Tools für die Datenerfassung und das Reporting aus. Die Diagnose-Features waren hilfreich und decken fünf Kerngebiete ab: Informationsspeicher, Mailbox-Login, Nachrichtenübertragung, Verfügbarkeit von "Outlook Web Access" (OWA) und die externe Nachrichtenübermittlung. Insgesamt erhalten Administratoren durch das Tool mehr Informationen als mit den Bordmitteln des Exchange-Servers, es bietet aber nicht so umfassende Funktionen für Tests und Hilfe wie Zenprise und Microsofts Management-Pack für MOM. Fazit: Spotlight on Exchange deckt viele typische Problemfelder bei der Verwaltung des Groupware-Servers ab. Kombiniert mit weiteren Produkten von Quest erhält der Administrator eine funktional mächtige Arbeitsumgebung.

Microsoft überwacht Exchange-Regeln

Auch Microsoft bietet mittlerweile mit dem Exchange 2003 Management Pack ein Zusatzprodukt für die detaillierte Server-Verwaltung. Es ist als kostenloses Add-on des MOM-Servers erhältlich und verschafft dem Administrator beispielsweise zusätzliche Informationen zu den E-Mail-Übertragungsraten, dem Nachrichtendurchsatz oder der Serverauslastung basierend auf den Exchange Services zu sammeln. Ferner ist eine Fehlersuche möglich, und es werden Lösungsvorschläge zur ihrer Behebung gemacht.

Nicht ohne MOM-Server

Das Angebot lässt sich vom Funktionsumfang als eine Kombination der Produkten von Quest und Zenprise einordnen und deckt Verwaltung, Reporting und Troubleshooting ab. Die Installation setzt den "MOM Server 2005" mit Servicepack 1, den SQL Server 2000 mit Service Pack 4 sowie das MSI-Patch 3.1 voraus. Sind diese Produkte nicht bereits im Unternehmen vorhanden, kommt für das Exchange-Management Einiges an zusätzlichen Kosten zusammen. So liegt beispielsweise der Einstiegspreis des MOM Server 2005 bei 6099 Dollar. Er erlaubt die Überwachung von mindestens zehn Servern.

Bei der Installation der Datenbank ist unbedingt darauf zu achten, dass die Option "Rosetta SQL Reporting Service" berücksichtigt wird. Andernfalls läuft das Management Pack nicht. Sind dann die Accounts und Benutzerrechte angelegt, hilft ein Wizard Regeln zu definieren, nach denen die Exchange-Leistung erfasst werden soll. Hierzu verschickt er Mails und prüft, ob alle notwendigen Dienste und genügend Hauptspeicher verfügbar sind. Zudem hilft der Wizard, Test-Accounts einzurichten und Anmeldeinformationen des Exchange-Servers zu sammeln. Im täglichen Betrieb überwacht das Management Pack, ob alle Systemebereiche des Exchange-Servers richtig arbeiten und ihre Leistung bringen. Kontrolliert werden Dienste wie "System attendant", "Message store", SMTP, OWA, Imap, POP und solche zur Nutzung des Active Directory. Die Prüfberichte werden über ein Skript standardmäßig einmal täglich erzeugt, Anwender können aber das Ausgabeformat und die Häufigkeit anpassen.

Die Software enthält eine Reihe vordefinierter Regeln, gemäß denen auf ein Event oder auf die Überschreitung von Schwellenwerten zu verfahren ist. Diese Vorgaben reichen in der Praxis meist aus, zumal die Regeln Systemprobleme auch noch nach ihrer Schwere ordnen können und für jeden Fall entscheiden, welche Alarmmethode dazu passt. So zeichnet das Management Pack Fehler auf, schickt automatisch E-Mails an den Administrator oder benachrichtigt ihn über einen Pager. Bei der Fehleranalyse kann der Administrator die mitgelieferte Wissensdatenbank konsultieren, die auch Lösungsvorschläge enthält. Letztere seien aber laut Tester weniger ausgereift und detailliert als die von Zenprise gebotenen Informationen.

Zenprise ist auf Fehlerdiagnose spezialisiert

Das Tool Zenprise 1.0.3 ist auf die Fehleranalyse in Exchange spezialisiert. Doch dies macht das Produkt laut Meinung der Prüfer hervorragend: Es gibt Administratoren hilfreiche Diagnose- optionen und verständliche Lösungsvorschläge an die Hand. Daneben erfasst es den zeitlichen Verlauf bei den Leistungsdaten des Servers und zeigt dabei auffällige Entwicklungen auf. Das Angebot setzt sich aus einem Server und einer Verwaltungskonsole zusammen. Für den Betrieb kann der Administrator den SQL Server oder die MSDE-Laufzeitumgebung installieren. Ist geplant, die Ergebnisse regelmäßig als System- berichte zusammenzufassen, führt indes kein Weg um die Vollversion der Microsoft-Datenbank und deren Berichtswerkzeuge herum. Es können also einige Lizenzkosten ent- stehen.

Mit oder ohne Agenten?

Zenprise lässt sich als Stand- alone-Lösung betreiben. Es greift über das Active Directory auf Exchange zu und kann mit und ohne Agenten arbeiten. Letztere Variante erfolgt mit Hilfe der Windows-Server-Schnittstelle Windows Management Interface (WMI), die zur Hard- und Softwareverwaltung dient. Wer der Agententechnik auf unternehmenskritischen Servern nicht über den Weg traut, wird sich mit diesem Modus anfreunden können. Sollen hingegen Agenten zum Einsatz kommen, so überträgt Zenprise diese automatisch auf den Exchange-Server. Vorteil dieses Ansatzes sind kürzere Reaktionszeiten und ein schnelleres Erzeugen von Berichten. Zudem lassen sich auf diesen Weg lokal Konfigurationswerkzeuge wie "DSConfig" nutzen.

Zenprise verwendet verschiedene Algorithmen für die Fehlersuche in Exchange. Es nutzt dabei historische Leistungsdaten, um anhand von ihnen die Systemumgebung, die Benutzerzahl, Datum, Uhrzeit und Ähnliches zu erfassen. Darüber hinaus lässt sich Zenprise regelmäßig aktualisieren, um auch neue Fehler und Gefahrenquellen, beispielsweise durch neue Ser- vice Packs, erfassen zu können. Dies schließt die dazu angebotenen Korrekturvorschläge ein. Ferner lassen sich mit dem Tool Netzwerkprobleme diagnostizieren, wie mit dem Internet-Anschluss, der Firewall oder DNS-Hiccups, die sich auf die Leistung von Exchange auswirken können. Und vor allem erzeugt Zenprise anders als viele Tracking-Systeme die Schwellenwerte nicht auf der Basis historischer, sondern aller zu dem Zeitpunkt erfassten Daten.

Problem frühzeitig erkennen

Zenprise war in der Lage, alle in der Testumgebung gestellten Probleme zu identifizieren und passende Lösungswege vor- zuschlagen. Ebenso erkannte es Entwicklungen, die auf länge- re Sicht Performance-Probleme in Exchange verursachen können, wie beispielsweise schnell wachsende Mailboxen oder falsche DNS-Einstellungen, die zu einer ungewünschten Netzlast führen können. Behebt Zenprise ein Problem nicht, listet es zumindest die Fehler auf, für die es Lösungen anbieten konnte. Ein praktisches Feature ist zudem die Übermittlung von Nachrichten nach Benutzer- rollen.

Zenprise kostet 15 Dollar pro Benutzer und Jahr und ist damit im Vergleich zu den anderen Produkten vergleichsweise teuer. Als reines Diagnose-Tool ist es aber eine gute Wahl - so das Urteil der Tester. Die Software ist auch in einer Version für kleine und mittelständische Unternehmen mit höchstens 1000 Benutzern erhältlich. Mitgeliefert wird dann die MSDE-Datenbank. Ein Modul für Reporting und Cluster-Support fehlen.

Die Mischung macht‘s

Insgesamt konnte keines der Produkte alle im Test geforderten Management-Features voll-ständig abdecken. Auch sind Anpassungen am Exchange-Server nur mit Hilfe der MMC möglich. Die Zusatzprodukte geben aber dem Administrator viele Detailinformationen und Hilfen an die Hand, die seine Arbeit erleichtern. Das umfassendste Angebot kommt dabei von Microsoft mit dem Management Pack for Exchange. Es setzt aber die Installation des MOM- und des SQL-Servers voraus und ist kein kommerzielles Produkt mit Support. Eine Kombination der Tools von DYS Analytics und Quest plus Zenprise für Troubleshooting wäre die vollständigste Lösung. Allerdings brauchen die meisten Administratoren diese Funk- tionsfülle nicht. Sie suchen vielmehr nach einzelnen Tools für spezifische Aufgaben, für die sie bisher kein Know-how haben. Da sich alle Tools mindestens 30 Tage lang kostenlos testen lassen, sollten Administratoren sie einmal ausprobieren und ihre eigenen Schlüsse ziehen. (as)