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12.10.2001 - 

Erdrückende Schulden

Exodus beantragt Gläubigerschutz

12.10.2001

MÜNCHEN (CW) - Der US-amerikanische Web-Hoster Exodus hat um Gläubigerschutz nach Paragraph 11 des amerikanischen Konkursrechts ersucht. Den verunsicherten Kunden versprach Firmenchef William Krause die Fortführung des Betriebs.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte die finanzielle Situation des weltweit größten Web-Hosting-Anbieters Anlass zur Sorge gegeben. Exodus hatte sich durch eine aggressive Expansion in die Zahlungsunfähigkeit manövriert und einen Schuldenberg von 3,5 Milliarden Dollar angehäuft. Wie Krause nun einräumte, hatte man den Fehler begangen, den Verlusten, die durch die Dotcom-Krise und die Konjunkturschwäche entstanden waren, mit einem weiteren Ausbau der Kapazitäten entgegenzusteuern. Zwar konnte Exodus eine Reihe neuer Kunden gewinnen, beispielsweise American Airlines, verbrannte jedoch weiterhin zu viel Geld. Die liquiden Mittel, die sich im Juni noch auf über 600 Millionen Dollar beliefen, dürften Schätzungen zufolge bis Jahresende auf rund 200 Millionen Dollar schrumpfen.

Zwar hatte Krauses Vorgängerin Ellen Hancock kurz vor ihrem Weggang gesagt, dass das Unternehmen zum Verkauf stehe, doch bisher scheint noch kein Interessent in Sicht zu sein. Um den Betrieb vorerst weiterführen zu können, sicherte sich Exodus nun einen Kredit von General Electric Capital in Höhe von 200 Millionen Dollar.