Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

13.07.2001 - 

Blick an die Nasdaq

Exodus: Erdrückende Schuldenlast

Von Markus Lindermayr*

Noch zu Beginn des Jahres stand Exodus an der Spitze einer Fünf- Milliarden-Dollar-Industrie, welche die Internet-Aktivitäten für Geschäftskunden verwaltete. Marktforscher prognostizierten, dass der Markt bis zum Jahr 2003 auf 20 Milliarden Dollar anwächst. Zunächst glaubten viele Analysten, dass sich der Sektor der Internet-Rezession entziehen könne. Doch der Optimismus stellte sich als Illusion heraus. Ende des zweiten Quartals platzte die Bombe, die Unternehmensführung machte die Finanzgemeinde mit einem dramatischen Wandel der Geschäftsaussichten vertraut. Die Ausgaben von Dotcoms und Traditionellen Unternehmen gingen gleichermaßen zurück. Die Preise für die Hosting-Dienste fielen in den Keller und das Angebot der Branche überwiegt nun die Nachfrage. Der Aktienkurs ist mittlerweile vom Allzeithoch bei 69 Dollar auf 1,79 Dollar gefallen. Nach 18 Quartalen rasanten Wachstums in Folge lag der Umsatz zuletzt mit 355 Millionen Dollar mehr als zehn Prozent unter den Erwartungen. Der Quartalsverlust betrug 140 Millionen Dollar. Viel bedrohlicher ist allerdings das Tempo, mit dem das Unternehmen seine Barreserven aufzehrt. Im letzten Quartal schlugen auf der Ausgabenseite sage und schreibe eine Milliarde Dollar zu Buche. Auf die bestehenden Schulden von drei Milliarden Dollar müssen pro Quartal 75 Millionen Dollar an Zinsen gezahlt werden. Um den Kollaps zu vermeiden, wird nun an den Kosten gedreht. Es sieht danach aus, als würde EXDS nicht mehr lange unabhängig überleben können. Deshalb ist der Titel nur für spekulative Gemüter interessant.

*Markus Lindermayr ist Analyst der CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.