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Office of the future teils näher, teils ferner:


19.09.1980 - 

Expandierender Markt für Textverarbeitung

FRANKFURT (pi) - Ein kräftiges Wachstum der Textverarbeitung in Europa sagen die Marktforscher der Dataquest GmbH voraus, einer europäischen Tochter des zur A. C. Nielsen Company gehörenden amerikanischen Marktforschungsunternehmens. Teilweise liegt das Wachstum der verschiedenen europäischen Märkte über den amerikanischen Zuwachsraten.

32 Prozent prognostiziert Dataquest jährlich zwischen 1980 und 1984 für Europa. Wurden 1979 knapp 26 000 Textverarbeitungsanlagen verkauft, rechnet man bei Dataquest bis 1984 mit 110 000 Anlagen. Der Anlagenbestand wird in dieser Zeit von 100 000 auf 455 000 Anlagen wachsen. Da der Markt noch recht` jung ist, sind echte Ersatzkäufe kaum zu erwarten.

Zu den von Dataquest in die Analyse einbezogenen Anlagen gehören Speicherschreibmaschinen (ohne elektronische Schreibmaschinen), Einzelplatzsysteme und Mehrplatzsysteme. Bei den Mehrplatzsystemen werden die einzelnen Arbeitsplätze (Workstations) gezählt. Die Erwartungen auf dem europäischen Textverarbeitungssektor können durchaus als rosig bezeichnet werden, steigt doch der Umsatz von 292 Millionen Dollar (1979) auf geschätzte 963 Millionen Dollar bis 1984. Das bedeutet ein durchschnittliches Wachstum von 22 Prozent in der Zeit von 1974 bis 1979.

Allgemein ist auch in der Prognoseperiode mit weiter sinkenden Preisen

zu rechnen. Andererseits läßt sich ein Trend zu leistungsfähigeren und damit auch teureren Anlagen feststellen, so daß der Preisverfall gut ausgeglichen werden kann. Der deutsche Markt Repräsentiert das mit Abstand größte Stück des europäischen Textverarbeitungskuchens .

Der frühe Start von IBM (Ulrich Steinhilper) hat maßgeblich dazu beigetragen. Auch andere amerikanische Unternehmen haben frühzeitig ihre deutsche Tochter ins Textverarbeitungsdorado geschickt und sich schnell erste Lorbeeren verdient. Aber erst jetzt scheint auch der deutsche Markt aus seinem Dornröschenschlaf zu erwachen. Erst jetzt werden Absatzzahlen berichtet, die gute Geschäftsergebnisse erwarten lassen.

Das zweitgrößte Stück des Textverarbeitungskuchens repräsentiert Großbritannien. Sowohl von den Stückzahlen, als auch von den "technischen" Ansprüchen der Anwender her rangiert Großbritannien an zweiter Stelle. Das Preisniveau liegt etwas über dem europäischen Durchschnitt. Verbunden mit den niedrigeren Stundenlöhnen britischer Büroangestellter kann sich daraus ein Hemmfaktor für den zukünftigen Absatz von Textverarbeitungsanlagen ergeben.

Frankreich liegt geringfügig hinter den Briten. Speziell die Akzeptanz der Bildschirm-orientierten Anlagen hat den Franzosen Schwierigkeiten gemacht. Hinzu kommt, daß Frankreich über praktisch keine eigene Produktion von Textverarbeitungsanlagen verfügt. Erst jetzt laufen regierungsunterstützte Förderprogramme in diese Richtung. Frankreich bietet von allen europäischen Märkten für Textverarbeitung die höchsten Zuwachsraten.

Diese drei Länder vereinigen über 70 Prozent der europäischen Nachfrage auf sich. Die Prognose der übrigen Staaten gestaltet sich relativ schwierig, da neben den skandinavischen Staaten, deren Bedarfsstruktur etwa mit dem deutschen Markt vergleichbar ist, auch beispielsweise Griechenland und die Türkei einbezogen werden müssen. Diese Staaten sind aber noch weit entfernt von der ökonomischen Notwendigkeit zur Rationalisierung im Büro. Für diese Staaten liegt das "office of the future" wirklich noch in weiter Zukunft.

Weitere Details und Prognosen über die europäischen Textverarbeitungsmärkte sind von Dataquest im "Word Processing Industry Service" veröffentlicht worden.

Informationen: Dataquest GmbH, Friedrich-Ebert-Anlage 2-14, 6000 Frankfurt, Tel: 06 11/ 74 05 61