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28.02.1992 - 

Kandidaten Armstrong und Conrades haben gekündigt

Experten: Die Akers-Nachfolge wird zum Problemfall für IBM

ARMONK (IDG) - Nachdem World-Trade-Chairman Michael Armstrong seinen Wechsel zu Hughes Aircraft bekanntgegeben hat, ist die "Königsnachfolge" bei der IBM Corp. wieder offen. Zwar bringen IBM-Kenner eine Reihe von Namen ins Gespräch, etwa den des früheren AS/400-Geschäftsbereichsleiters Bob LaBant, aber niemand will sich festlegen, wer John Akers' Sessel erben wird.

Der 57jährige IBM-Chairman, so steht zu vermuten, wird 1994 oder 1995 wegen Erreichens der Altersgrenze zurücktreten. Jedenfalls ist es IBM-Tradition, daß Top-Executives sich mit 60 Jahren ins Privatleben zurückziehen. Die mehrjährige Übergangsphase, in der ein Kronprinz normalerweise in die höchste Stellung bei dem DV- Riesen hineinwächst, verkürzt sich durch die Demission Armstrongs deutlich. Entweder muß Akers jetzt quasi im Schnelldurchgang die Generation der Mittvierziger durchleuchten, um einen Nachfolger zu finden, oder, so vermutet das "Wall Street Journal", er bleibt auch mit 60 noch im Amt.

Das scheint zumindest für Armstrong nahezuliegen: "lch glaube nicht, daß John Akers in naher Zukunft zurücktreten wird", spielt er den personellen Druck infolge seines Abschieds herunter. Frank Gens, Analyst der Technology Investment Strategies Corp., ist dagegen überzeugt, IBM sei nun gezwungen, sich unverzüglich auf die Suche nach einem neuen Kandidaten zu machen. Noch vor zwei Monaten hatte Big Blue einen weiteren Bewerber neben Armstrong: Senior Vice-President George Conrades, Chef des US- Geschäftes. Der allerdings wurde vor kurzem degradiert und erhielt einen Posten in Armstrongs Berichtsbereich, woraufhin dieser als Kronprinz galt. Unterdessen gab auch Conrades bekannt, er werde IBM verlassen. Der 52jährige erwägt dem "Wall Street Journal" zufolge, eventuell einen Job außerhalb der Computerindustrie anzutreten. Angebote lägen ihm vor.

Nun handeln Experten unter anderen Robert LaBant als möglichen IBM-Chairman der Zukunft. Unter seiner Verantwortung wuchs die AS/400 zur neuen Cash-cow der IBM heran. Weitere Namen auf der Spekulationsliste sind Bernard Puckett, der gegenwärtig die Fäden im Softwaregeschäft in der Hand hält, und PC-Chef James Cannavino. Doch bleibt Raum für Vermutungen: "Die Dinge ändern sich so schnell, daß wir von demjenigen, der es schließlich schaffen wird, vielleicht noch nicht mal gehört haben", rückt Analyst John Jones Jr. von Montgomery Securities die Perspektive zurecht.