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Die nächsten Monate sind entscheidend


07.01.2000 - 

Experten geben noch keine Jahr-2000-Entwarnung

MÜNCHEN (CW) - Für die vielen IT-Mitarbeiter in den Rechenzentren verlief der Jahreswechsel geruhsam. Entwarnung mögen Experten jedoch noch nicht geben, denn Probleme können auch noch in den nächsten Monaten auftreten.

Der Trend vom Neujahrstag setzt sich fort. Ebenso wie zum Jahreswechsel gab es auch am ersten Arbeitstag in den IT-Abteilungen kaum Schwierigkeiten. "Wir haben nicht eine einzige Meldung über Probleme bekommen", sagte der Pressesprecher der Hamburger Handwerkskammer, Horst Storjohann, am Montag der Deutschen Pesse Agentur (dpa) und spekulierte: "Entweder war alles heiße Luft, oder die Betriebe haben sich einfach gut vorbereitet."

Zumindest haben die Unternehmen es sich einiges kosten lassen, sich vor möglichen Problemen abzusichern. In den USA verbrachten beispielsweise rund fünf Millionen Experten den Jahreswechsel am Arbeitsplatz. Weltweit, so eine Erhebung der Gartner Group, wurden zwischen 300 und 600 Milliarden Dollar zur Behebung des Jahr-2000-Fehlers aufgewendet. Vor allem ältere Cobol-Programme bereiteten den Unternehmen Kopfzerbrechen. Bis zu 70 Milliarden in Cobol geschriebene Programmzeilen werden weltweit heute noch verwendet.

Die Gartner Group warnt aber auch davor, dass weniger als zehn Prozent der mit der Doppelnull zusammenhängenden Probleme in den zwei Wochen um Neujahr auftauchen. Erst in den nächsten Monaten werde sich zeigen, ob wirklich alle Computersysteme Jahr-2000-fest seien. Ins gleiche Horn stößt Peter de Jager, kanadischer Jahr-2000-Experte: "Wir sind noch nicht durch."

Beruhigt dürfte sich Jager selbst zurücklehnen. Er betrieb zusammen mit dem Year 2000 Informations Center, einer Tochter der Tenagra Corp., die Web-Seite year2000.com, auf der Fehler und Lösungshilfen beschrieben wurden. Offensichtlich sieht Jager entgegen seinen eigenen Aussagen keinen Bedarf mehr an derartigen Informationen. Zusammen mit seinem Partner versteigerte er den Domain-Namen meistbietend beim Online-Aktionshaus E-Bay. Die Web-Adresse erzielte am 2. Januar einen Preis von zehn Millionen Dollar.