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Andersen Consulting: Bürokosten sinken um bis zu 25 Prozent


13.09.1991 - 

Experten schätzen die Zukunft der Bildverarbeitung hoch ein

SULZBACH (pi) - Die Beratungsgesellschaft Andersen Consulting, Sulzbach bei Frankfurt, hat in Deutschland eine Expertengruppe für den Bereich Bildverarbeitung eingerichtet. Dem Unternehmen zufolge zählt Image-Processing in Verbindung mit multimedialen Workstations zu den Schlüsseltechnologien.

Besonders in Unternehmen, die in hohem Maße vom Papier abhängig sind, könne Bildverarbeitung die Wettbewerbsfähigkeit steigern, behaupten die Berater. Zu dieser Kategorie zählt das Consulting-Unternehmen vor allem Banken, Versicherungen, Krankenhäuser, öffentliche Verwaltungen sowie Dienstleistungs- und große Industriebetriebe. Neben dem Aufbau komplexer Dokumenten-Management-Systeme nennt Andersen Consulting als primäre Einsatz-möglichkeit von Image-Processing die Vorgangsbearbeitung, die dann ganzheitlich - und nicht wie bisher funktionsbezogen - erfolgt. In diesem Zusammenhang sprechen die Berater von "Workflow-Lösungen". Dadurch sei es den Unternehmen und Organisationen möglich, die Bearbeitungszeiten um bis zu 90 Prozent und die Kosten im Bürobereich um bis zu 25 Prozent zu reduzieren.

Nach Einschätzung von Andersen Consulting werden in den Unternehmen derzeit 95 Prozent aller Informationen auf Papier weitergeleitet. Nur vier Prozent der Daten werden den Frankfurtern zufolge auf Mikrofilm, etwa ein Prozent via DV abgewickelt. Die Berater gehen davon aus, daß sich im Bürobereich die Papierflut etwa alle vier Jahre verdoppelt. Gleichzeitig nehme die Produktivität jedoch ab. Während in der Fertigung pro Jahr im Durchschnitt vier Prozent Produktivitätszuwachs zu verzeichnen sei, könne man im Bürosektor einen Rückgang der Produktivität von durchschnittlich sechs Prozent beobachten.

Dieser Entwicklung läßt sich den Consultern zufolge gegen steuern, indem geeignete Informationen weitgehend von der Papierform gelöst und in die elektronische Image-Form überführt werden. Zugleich gelte es, aufwendige Informationsflüsse zu vereinfachen und damit verbundene Geschäftsvorgänge zu automatisieren. Dazu genüge es jedoch nicht, so die Andersen-Experten, die Bildverarbeitung als separates System für die Bildarchivierung einzusetzen; vielmehr müsse Image-Processing in die Geschäftsabläufe integriert werden.