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02.09.1988 - 

Untersuchung über den Einsatz von KI-Systemen in der Fertigungsindustrie:

Expertensysteme helfen Kosten senken

ARLINGTON (CW) - Durch den Einsatz von Expertensystemen spart

die US-Fertigungsindustrie zwischen 10 000 und zwei Millionen

Dollar jährlich. Dies geht aus der US-Studie "Expert Systems in Manufacturing" der Cutter Information Corp., Arlington/ Massachusetts, hervor.

Die US-Analysten haben 115 installierte Expertensysteme in 31 verschiedenen Produktionsstätten untersucht. Danach werden diese Systeme in folgenden Bereichen eingesetzt: 40 Prozent in der Computerindustrie, gefolgt von der Flugzeugindustrie mit 18 und der Automobilindustrie mit 13 Prozent. Neun Prozent der Expertensysteme sind in der chemischen Industrie im Einsatz. Der

Maschinen- und Werkzeugbau, die metallverarbeitende sowie die me- tallveredelnde Industrie setzen sie zu jeweils vier Prozent ein. Den Rest teilen sich Branchen wie Textil oder Lebensmittel.

Der Einsatz der Expertensysteme bringt den Anwendern der Studie zu folge beispielsweise reduzierte Ausfallzeiten, kürzere Produktdesign und Entwicklungszeiten oder geringere Nachbearbeitungskosten. Die Investitionen für entsprechende

Hardware variieren zwischen 1000 und 250 000 Dollar. Der Durch- schnitt liegt bei 10 000 Dollar. Software schlägt mit durchschnittlich 5000 Dollar zu Buche. Bei Spitzenwerten von

50 000 Dollar ist es nach Meinung der Analysten nicht verwunderlich, daß der Einsatz dieser Technik vom Management mit verantwortet werden muß.

Die Untersuchung beleuchtet daher ebenfalls die Zusammenarbeit von Projektmanagement und Programmierabteilung bei der Einführung der Expertensysteme. Der Einsatz solcher Systeme werde zur Zeit noch hauptsächlich von Einzelpersonen in der DV-Abteilung vorangetrieben. Jetzt gehe die Entwicklung dahin, daß das Management den Einsatz von Expertensystemen zunehmend in ihre Strategie-Entscheidungen einbeziehe.

Um die Akzeptanz von derartigen Produktionshilfen nicht nur im Management, sondern an den Arbeitsplätzen selbst zu gewährleisten, müßten diese Systeme möglichst auf der schon im Unternehmen vorhandenen Hardware entwickelt und lauffähig gemacht werden. So wurden zwar 45 Prozent der Entscheidungs- und Produktionshilfen auf PC in den bestehenden Konfigurationen entwickelt, aber nur rund 29 Prozent davon auch tatsächlich dort eingesetzt. 20 Prozent dagegen benutzten externe Minis, und 17 Prozent arbeiteten auf Lisp-Maschinen.

Auf der Softwareseite sind die Untersuchungsergebnisse ähnlich verteilt: 55 Prozent der Anwender errichteten ihr Expertensystem mit Hilfe von Entwicklungstools. Immerhin 29 Prozent entwickelten ihr System selbst, nur mit einer Programmiersprache ausgestattet. Die übrigen arbeiteten entweder mit fremder Unterstützung oder mit bereits fertigen Produkten.

Trotz aller Anstrengungen der Expertensystem-Pioniere aber sei es immer noch schwierig, die Akzeptanz von solchen Hilfen beim Endanwender zu fördern. Nach wie vor werde solchen Produkten mit Skepsis begegnet. Je früher ein Entwickler den Einsatz solcher Systeme in Betracht ziehe und die Einführungsmöglichkeiten plane, desto leichter falle dafür später die Integration.