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06.02.2007

Experton Group: SOA kommt im Kriechgang

Bis zum Jahr 2010 wird es dauern, bis sich Service-orientierte Architekturen auf breiter Front in deutschen Unternehmen durchgesetzt haben.

Nur eine Minderheit deutscher Anwender hat bisher SOA-Projekte auf den Weg gebracht, konstatiert das Marktforschungs- und Beratungshaus Experton Group. Service-orientierte Architekturen seien überwiegend in den Köpfen und auf dem Papier präsent. In einer Umfrage unter 144 Unternehmen gaben lediglich zehn Prozent an, bereits eine SOA zu realisieren, ein Projekt umzusetzen oder dies zumindest zu planen. Gut ein Drittel der Befragten erklärte, keine oder fast keine SOA-Kenntnisse zu besitzen. Diese Ergebnisse passen zu den Eindrücken, die eine SOA-Fachkonferenz der computerwoche Ende Januar vermittelte.

Nach Einschätzung von Matthias Zacher, Senior Advisor bei der Experton Group, geht die Mehrzahl der Anwender hierzulande einen evolutionären Weg in Richtung SOA: "Die meisten Unternehmen steigen mit taktischen Vorhaben in die Thematik ein." Nach dem Prinzip "Start small" begännen sie mit eng begrenzten Projekten und wenigen Services. Eine SOA über Fachabteilungsgrenzen hinweg sei heute nur selten anzutreffen; erst mittelfristig würden solche Vorhaben strategisch angelegt. Dies bedeute unter anderem, dass Firmen auch externe Services von Drittanbietern einbezögen. Erst ab dem Jahr 2010 rechnet Experton mit unternehmensweiten SOA-Installationen ("Enterprise SOA"). Noch weiter entfernt sei die Vision einer "Web SOA", in der Unternehmen industrialisierte Services im Rahmen vereinbarter Beziehungen austauschen.

Werkzeuge und Techniken, um eine SOA zumindest punktuell umzusetzen, seien heute grundsätzlich vorhanden, meint Zacher: "Die Herausforderungen für Unternehmen liegen eher auf der konzeptionellen und organisatorischen Seite." Dazu zähle in erster Linie die Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen und IT-Organisation. Letztere müsse beispielsweise beim Entwickeln fachlicher Konzepte mit ins Boot geholt werden.

Noch immer vermissten Anwender zudem allgemein akzeptierte Einführungs- und Umsetzungsmethoden. Hemmend wirkten sich ferner Wissensdefizite bei der Definition der Prozesslogik sowie hinsichtlich des Servicedesigns aus. Auch das aufwändige Service-Management sowie der meist schwer ermittelbare Return on Investment (RoI) bereiteten Unternehmen Kopfzerbrechen. (wh)