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28.11.1997 - 

Kommentar

Explosive Mischung

Für die einen ist es eine Vision, für die anderen ein Alptraum: die Verbindung von Data-Warehouse-Technik und Internet. Michael Saylor, Gründer und Chef der Microstrategy Inc., jedenfalls ist überzeugt, daß wir alle künftig den Computer anwerfen werden, um öffentlich zugängliche Data-Warehouses jeglicher Couleur und Trägerschaft zu befragen. Warehouses tragen damit wesentlich zur rationalen Durchdringung der Welt bei, so Saylor.

Doch ohne den richtigen Kontext ergeben die Antworten keinen Sinn. Auch mit Kenntnis der Sterblichkeitsrate weiß der Frager noch nicht, welches Krankenhaus für seinen Fall das beste ist. Die Möglichkeit, Fragen zu stellen, gaukelt Objektivität vor. Als ob jeder zum Warehouse-Analytiker oder Fachspezialisten mutieren könnte, der weiß, welche Kombinationen von Fragen und Bedingungen noch Sinn ergeben. Zudem kennt der Anwender die Qualität der Datenbasis nicht.

Doch gleichgültig, ob der Benutzer sinnvolle Auskünfte erhält, für die Betreiber haben derartige "öffentliche" Data-Warehouses ihre Aufgabe erfüllt, sobald der Anwender seine digitalen Spuren hinterlassen hat: von Name und Anschrift über die Versicherungsnummer bis zur Art der Krankheit und dem Grund der Anfrage ist alles denkbar. Daraus lassen sich Superangebote stricken, die den Gesetzen des Mikro-Marketings entsprechen.