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26.06.1987 - 

Bundesrat antwortet auf Terco-Vorstoß:

Externe Berater kosten 30 Millionen pro Jahr

BERN (CWS) - Stundensätze zwischen 90 und 310 Franken haben die P1T 1986 für externe EDV-Berater bezahlt. Aufs Jahr umgerechnet kosteten die Berater damit zwischen 180 000 und 620 000 Franken pro Kopf - mit letzterem Betrag ließen sich fast drei Bundesräte ein Jahr lang bezahlen. Dies erfuhr SP-Nationalrat Ernst Leuenberger aus der Antwort des Bundesrats auf seine Interpellation zum Projekt Terso.

Obwohl der Bundesrat mit Stellungnahmen zu Terco mittlerweile sehr sparsam umgeht, ließ sich die Landesregierung herbei, die Fragen Leuenbergers, der sich bei seinem Vorstoß auf den "Computerworld"-Hintergrundbericht "Von Lorbeeren, Animositäten und Moneten" abgestützt hatte, zu beantworten:

- Unmittelbarer Anlaß für die 1986 von den PTT veranlaßte DV-Studie durch die Beraterfirma ICS AG sei der Antrag gewesen, für das Betriebszentrum Bulle zwei neue Rechner mit Kostenfolgen von rund 50 Millionen Franken zu beschaffen. Die ICS kam zum Schluß, daß die eine IBM 3090-200 für die bis Ende 1987 zu erwartende Belastung ausreiche. Ferner kritisierte ICS die ungenügende Leistungsfähigkeit von bestehenden Programmen und Datenbanken. Der Bundesrat stellt jetzt fest, die Mängel seien teilweise bereits vor Ablieferung der ICS-Expertise behoben worden; teilweise würden die Vorschläge noch geprüft.

- Bei Terco habe es keine Fälle gegeben, in denen, PTT-Spezialisten gekündigt hätten, um alsdann als IBM-Berater wieder am Projekt zu arbeiten. Der Bundesrat besitze auch "keinerlei Hinweise" dafür, daß ehemalige PTT-Mitarbeiter als IBM-Berater in anderen lDV-Projekten der PTT tätig seien.

- Ein Vergleich zwischen den eingangs erwährten Stundensätzen und den Gehältern der PTT-Bediensteten sei nicht möglich, denn bei diesen Ansätzen handele es sich um die Entgelte, die von den Arbeitgeberfirmen der Spezialisten berechnet wurden.