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09.12.1998 - 

Weltweit größte SAP-Installation

Exxon und Mobil legen ihre IT-Ressourcen zusammen

MÜNCHEN (IDG) - Für rund 75 Millionen Dollar übernimmt der Ölkonzern Exxon Corp. die Mobil Corp. Der Firmenfusion soll die Verschmelzung der Software folgen. Unter anderem entstünde dabei die weltweit größte SAP-Anwendung.

Der neue Name des Ölriesen ist bereits gefunden: Exxon Mobil Corp. mit Sitz in Irving, Texas. Die Konsolidierung der IT-Landschaften nimmt längere Zeit in Anspruch. Fest steht allerdings, daß es ein SAP-System geben soll, das unter anderem den Gesamtumsatz von rund 203 Milliarden Dollar und die 122000 Mitarbeiter verwaltet.

Exxon arbeitet seit 1994 mit SAP-Software. Mobil hat erst im vergangenen Monat mit der Einführung begonnen. In der Mitte des kommenden Jahres sollte das Projekt abgeschlossen sein.

Bei der anstehenden IT-Konsolidierung soll allerdings nicht der Kostenaspekt im Vordergrund stehen. Beide Ölkonzerne weisen darauf hin, daß die DV ohnehin verschiedenen Schlankheitskuren unterworfen war. So hat Mobil 1995 rund 30 Prozent seiner IT-Mitarbeiter entlassen und den DV-Bereich restrukturiert, um jährlich rund eine Milliarde Dollar zu sparen.

Obwohl auch Exxon seit den 80er Jahren ständig die IT-Ausgaben reduziert, werden sich die DV-Einsparungen auf rund 2,8 Milliarden Dollar zusammenläppern, hofft der neue Großkonzern. Die Konsolidierung macht rund 9000 Jobs, ganze Büros und Techniklizenzen obsolet.

Um eine Vorstellung davon zu vermitteln, in welchen Dimensionen sich die IT-Kosten der Konzerne bewegen, berichtet die CW-Schwesterpublikation "Computerworld" von den Jahr-2000-Ausgaben beider Unternehmen. Der US- Börsenaufsicht Security Exchange Commission (SEC) meldete Exxon, der Ölmulti habe diesbezüglich bisher rund 130 Millionen in die Softwarerenovierung gesteckt, und wolle noch in diesem Jahr die Vorbereitungen auf die Jahrhundertwende abschließen. Mobil legte dar, der Konzern habe 68 Prozent der Jahr-2000-Arbeit geschafft und bisher rund 89 Millionen Dollar dafür ausgegeben.

Der intensive IT-Einsatz sei mitverantwortlich für die Fusion der Ölgiganten, behauptet die "Computerworld". Die beiden ehemaligen Konkurrenten wie auch andere Wettbewerber nutzten jede Menge High-Tech für das Ölsuchen, so daß sie heute mehr Öl förderten, als der Markt nachfrage. In der Folge seien die Preise unter zwölf Dollar pro Barrel gefallen - ein Tiefstand, der seit elf Jahren nicht erreicht wurde.