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03.12.2007 - 

Protection Service for Business (PSB)

F-Secure lockt mit Webservices

F-Secure-Chef Klaus Jetter: "Wirklich ausgelagert wird bis auf die Administration-Logfiles nichts."
F-Secure-Chef Klaus Jetter: "Wirklich ausgelagert wird bis auf die Administration-Logfiles nichts."

Von Alexander Roth

F-Secure ist nach Kaspersky und McAfee nun der dritte Antivirenspezialist, der dem Channel seine Dienste als Webservices anbietet. Das entsprechende Programm hat der Hersteller "Protection Service for Business (PSB) getauft. Es steht Fachhändlern ab sofort zur Verfügung.

Anders als bei den Wettbewerbsmodellen sieht PSB lediglich Spam- und Virenschutz auf den Clients eines Netzwerks vor. Schon allein deshalb richtet sich F-Secure mit dem Service nur an kleinere Unternehmen, deren Gateway weitgehend ungeschützt ist. "Das Praktische an PSB ist, dass es damit keine rechtlichen Bedenken oder Restriktionen gibt, die im Falle von Outsourcing entstehen können. Wir wenden uns mit dem Angebot gezielt an Fachhändler, die kleine Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern beliefern. Für Kunden wie Reseller erspart PSB den Vor-Ort-Service bei klassischen Dienstleistungen wie Administration, Installation und Wartung", so Klaus Jetter, Deutschland-Chef von F-Secure, gegenüber ChannelPartner.

Sein Unternehmen bietet PSB in zwei Versionen an, der Standard- und der Advanced-Variante. In beiden Fällen wird die Sicherheitssoftware von F-Secure, die Schadcode- und Spamschutz, eine Firewall sowie einen URL-Filter beinhaltet, über eine Webkonsole auf die zu schützenden Clients aufgespielt. Anschließend holt sich die Software automatisch alle Updates auf den jeweiligen Rechner. "Wirklich ausgelagert wird also bis auf die Administration-Logfiles nichts", betont Jetter.

Der Unterschied zwischen den beiden Varianten liegt in der Rolle des Administrators: In der Standard-Variante regelt ein Firmenmitarbeiter alle Grundeinstellungen, in der Advanced-Variante verbleibt diese Rolle beim Händler. Die Möglichkeiten der Administration entsprechen in etwa dem Produkt für Privatanwender von F-Secure "Internet Security 2008": Die Webkonsole bietet die Möglichkeit, in Sachen E-Mail, Firewall und Webverkehr individuelle Regeln für die einzelnen Nutzer zu erstellen. Ein URL-Filter ist allerdings nicht enthalten. Server lassen sich in den Schutz des PSB einbinden.

Die Einstiegshürden für Partner sind niedrig: F-Secure hat für PSB-Partner keine eigene Stufe im Vertriebsprogramm eingerichtet, und so reicht ein zweistündiges vertriebliches Webseminar aus, um als registrierter Partner mit automatischem Bronzestatus die Standard-Variante vertreiben zu dürfen. Für die Advanced-Variante ist eine zusätzliche technische Schulung von drei Stunden nötig. Die von F-Secure festgelegten Endkundenpreise belaufen sich auf 50 Euro pro geschütztem Arbeitsplatz/Server für ein Jahr, ab 25 User bietet F-Secure Staffelpreise an. Die Verdienstmöglichkeiten richten sich nach dem jeweiligen Partnerstatus des Händlers: In der einfachsten Stufe (Bronze) beginnen die Margen bei 25 Prozent, die F-Secure-Partner der höchsten Stufe erhalten bis zu 35 Prozent.

Jetter weist darauf hin, dass Fachhändler PSB leicht um zusätzlichen Dienstleistungen wie Administration, 24-Stunden-Service oder weitergehendes Webmonitoring ausbauen können. "Hier ist die Kreativiät des jeweiligen Resellers gefragt. Der Fachhändler hat aber unabhängig davon immer den Vorteil, dass er seine Kunden vom eigenen Büro aus betreuen kann", so der Manager.

PSB wendet sich gezielt an Fachhändler, die kleine Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern beliefern.
PSB wendet sich gezielt an Fachhändler, die kleine Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern beliefern.

Sehr zufrieden ist Jetter mit der bisherigen Resonanz im F-Secure-Channel: Sein Unternehmen habe gerade eine viertägige Roadshow zum Thema PSB durch Deutschland abgeschlossen, wobei jede Veranstaltung mit rund 30 Fachhändlern ausgebucht gewesen sei. Er geht davon aus, dass sich bis zum Sommer 2008 bereits 50 Reseller als PSB-Fachhändler, im Idealfall mit jeweils über zehn Kunden, im Markt erfolgreich positionieren werden.

Meinung des Redakteurs

F-Secure bietet mit PSB dem Channel ein charmantes Web-servicemodell an: Letztendlich erspart der Service nur den aufwendigen Gang zum Kunden, wenn es um die Installation und Wartung der Antiviren- und Spam-Schutz-Produkte auf den Clients geht. PSB bietet sich vor allem für Firmen an, die keine allzu hohen Anforde-rungen an Security haben, deren Webschutz am Gateway also nicht über eine Firewall hinausgeht.