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Career Centers ergänzen die Theorie


01.06.2001 - 

Fachausbildung an Universitäten ist nicht alles

MÜNCHEN (CW) - An deutschen Universitäten existieren inzwischen fast 70 Einrichtungen, die Studenten praxisnah auf das Berufsleben vorbereiten.

Interkulturelles Training, Microsoft Office, Redetechniken - das ist nur ein kleiner Teil der Angebote von "Student und Arbeitsmarkt", dem Institut an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität.

Einrichtungen wie diese bringen künftigen Absolventen nahe, wie man sich rechtzeitig orientiert und notwendige Zusatzqualifikationen erwirbt, um später beruflich flexibel agieren zu können.

Um ihre Angebote künftig noch effizienter und zielorientierter zu gestalten, haben sich die Vertreter der rund 70 berufsvorbereitenden Einrichtungen deutscher Universitäten kürzlich zu einer Tagung zusammengefunden, und sind zu folgenden Ergebnissen gekommen: Studierende sind sich durchaus bewusst, dass fachspezifische Kenntnisse allein nicht mehr ausreichen, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten. Deshalb werde auch die Qualität der Universitäten und die ihrer einzelnen Fachbereiche künftig vermehrt daran gemessen werden, welchen berufsvorbereitenden Service sie anbieten.

Eine weitere Aufgabe der Praxisprogramme sei es, dazu beizutragen, den Mangel an geeigneten Absolventen in bestimmten Fachbereichen zu beheben. Konkret solle dies dadurch erfolgen, dass die Career Center Studierenden Qualifikationen vermitteln, die in der IT-Branche erforderlich sind. Außerdem sollten Firmen unterstützt werden, die ihre Mitarbeiter an Hochschulen rekrutieren wollen. Weiterhin beabsichtigen die berufsvorbereitenden Einrichtungen, vermehrt mit Firmen zusammzuarbeiten, die Studenten an Universitäten beruflich informieren oder qualifizieren wollen.

Insbesondere im Hinblick auf die neu entstehenden Bachelor- und Master-Studiengänge wollen die Career Center ihre Erfahrungen einbringen, damit die Curricula nicht am Arbeitsmarkt vorbei konzipiert werden. Doch seien alle beabsichtigten Aktivitäten nur mit einer entsprechenden Finanzierung möglich, die von den Universitäten, Arbeitsämtern und Unternehmen kommen soll. Eine formale Voraussetzung, um die gesteckten Ziele zu erreichen, besteht darin, dass diese Einrichtungen an den Universitäten einen institutionellen Rang erreichen und so vermehrt in das Hochschulleben eingebunden sind.