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09.03.2007

Fachhändler im Fokus

Ende August startet die IFA in Berlin. Für die Gäste ist das noch lange hin, für die Veranstalter läuft die Vorbereitung schon lange auf Hochtouren. Zumal sich 2007 einiges verändern wird.

Von Ulrike Goreßen

Im vergangenen Jahr fand die IFA erstmals im jährlichen Rhythmus statt, da sich die Technologieentwicklung im Bereich digitaler UE drastisch beschleunigt hat und somit auch das Informationsbedürfnis gewachsen ist. Die Verdoppelung der Taktrate ließ aber auch die Anforderungen an Veranstalter sowie Aussteller und Besucher hochschnellen. Und das gilt besonders in diesem Jahr.

Die IFA 2006 hatte in vielerlei Beziehung einen Sonderstatus: Sie war die erste Messe außer der Reihe, wurde spät abgesegnet und in kürzester Zeit organisiert und durchgeführt. Selbst die größten Skeptiker bewerten die Ergebnisse wohlwollend. Mit 1.049 Ausstellern und 212.494 Besuchern hatten die Berliner quasi aus dem Stand gut 80 Prozent der Vorjahres-IFA geschafft. Mehr noch: Sowohl der Anteil der Aussteller und Besucher aus dem Ausland als auch die Fachbesucherzahl (94.421) konnten gesteigert werden. Und das Ordervolumen stieg auf 2,5 Milliarden Euro.

Auf dieses Wohlwollen kann dieses Jahr keiner mehr hoffen, jetzt zählen allein Fakten wie Zahlen und Namen der Aussteller und die Qualität der Besucher. Auch darf man nicht vergessen, dass die jährliche IFA der CeBIT Konkurrenz macht. Früher konnten die Unternehmen die Kosten für ihren IFA-Auftritt über zwei Jahre hinweg kalkulieren. Jetzt steht manches CE-Unternehmen vor einer Entweder-Oder-Entscheidung, wie einige Absagen an die CeBIT beweisen. (Mehr dazu lesen Sie auf Seite 46.) Andere zögern noch mit ihrer IFA-Zusage.

Deshalb ist die aktuelle Zielvorgabe ein wenig vage. Sie besagt, dass man sicherlich in einem Zielkorridor landet, der oberhalb der Vorjahresergebnisse liegt und in Richtung der Rekordwerte von 2005 marschiert. Schon jetzt können die Messeverantwortlichen ein signifikantes Wachstum ausmachen.

Diese sportlichen Vorgaben verlangt Ausdauer, Energie und Ideenreichtum der Messemacher. Wie Dr. Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin, berichtet, wird das Messekonzept derzeit optimiert.

Dabei werden etwa die Hallenzuordnungen den veränderten Marktverhältnissen angepasst. Im Innenring rund um den Funkturm sollen Anbieter von IT, digitale Fotografie und Navis ihr neues Zuhause bekommen. Natürlich müssen dabei die Standortwünsche langjähriger Aussteller berücksichtigt werden.

Auch die Schwerpunktthemen erhalten ein Feintuning. HDTV ist und bleibt das Highlight der IFA. Dadurch sei TV naturgemäß sehr wichtig, aber nicht die einzige Art, dieses Thema zu besetzen. Auch andere HDTV-Produkte und -Lösungen sollen mehr Licht bekommen.

Der zweite Fokus liegt auf den Besuchern. Die IFA will ihren Anspruch, die wichtigste Leitmesse, zentrale Ordermesse und Motor der Branchenkonjunktur für das CE-Geschäft zu sein, durch höhere Besucherzahlen untermauern. Vor allem die Attraktivität für Fachhändler soll spürbar erhöht werden.

Derzeit führen die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik und die Messe Berlin intensive Gespräche mit Handelskooperationen, um die strategischen Partnerschaft zu festigen.

Die erste dieser Partnerschaften hat die IFA mit Euronics International geschlossen. Die Kooperation unter Federführung der Euronics Deutschland eG wird sich zur IFA mit eigenem Ausstellungsbereich präsentieren, auf dem Waren-, Dienstleistungs- und Shop-Konzepte der internationalen Vertriebsorganisationen zu sehen sein werden. Spezielle Fachbesucher-Packages (Reise, Übernachtung, Messebesuch) runden das Angebot von Euronics und IFA ab.

"Laut Benedict Kober, Vorstandsmitglied der Euronics, passt die Zusammenarbeit mit der IFA perfekt in die Euronics-Strategie, weil in Zeiten der Konvergenz die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel weitaus kreativer und umfassender sein muss als bisher.

Dr. Rainer Hecker, gfu-Aufsichtsratsvorsitzender, ist erfreut, diese Partnerschaft bereits geschlossen zu haben, und erwartet, die weit fortgeschrittenen Gespräche mit weiteren, führenden internationalen Handelskooperationen zeitnah und erfolgreich zum Abschluss zu bringen.

Ganz so schnell und reibungslos wird das wohl nicht überall über die Bühne gehen. Oliver Haubrich, Vorsitzender der Geschäftsführung von ElectronicPartner, etwa erklärte diplomatisch, dass er immer wieder gerne Gast auf der IFA sei. Aber man müsse doch nicht gleich von einer strategischen Partnerschaft sprechen. Das tue man ja auch nicht, wenn man Gäste zum Fondue-Essen einlädt.