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05.02.1999 - 

Partner-Bestandspflege hat oberste Priorität

Fachhändlerkooperation Akcent setzt 1999 auf Konsolidierung

MÜNCHEN (CW) - Konzentration auf die vorhandenen Partner statt wahlloses Umsatz- und Mitgliederwachstum - so lautet das Motto der Akcent Computerpartner Deutschland AG für 1999. Die seit knapp einem Jahr existierende Fachhandelskooperation hatte in Sachen eigener Initiativen zuletzt etwas kürzer getreten, gleichzeitig aber über ihre Partnerschaft mit IBM vor kurzem auch erfolgversprechende Bande zum Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) geknüpft.

Von Akcent wieder abgeblasen wurde beispielsweise Ende des vergangenen Jahres der PC-Ring. Mit dieser zur CeBIT ´97 aus der Taufe gehobenen Initiative wollte Akcent-Vorstandschef Frank Garrelts kleinen PC-Händlern und vor allem auch Newcomern ermöglichen, in der Branche Fuß zu fassen. "Es hat sich jedoch herausgestellt, daß die Einkaufsvolumen zu gering waren", begründete Garrelts vor der Presse in München den Entschluß, das Ganze zu beenden. Von den rund 300 PC-Ring-Mitgliedern wurden jetzt nur rund 100 als Einkaufspartner in den Akcent-Verbund übernommen. Allerdings, betont der Akcent-Vorstandschef, sei man weiterhin an leistungsstarken PC-Fachbetrieben interessiert.

Mitgliederwerbung steht für Garrelts Organisation im laufenden Geschäftsjahr allerdings nicht im Vordergrund. Durch den Verlust der PC-Ring-Händler startete die vergangenes Jahr gegründete Akcent-Holding, derzeit die größte PC-Fachhandelskooperation in Deutschland, mit rund 1100 angeschlossenen Partnern ins neue Jahr; bis Ende 1999 will man sich mit 1350 Mitgliedern wieder an das Niveau des Vorjahres (1394) angenähert haben. Auch beim regulierten Gesamtumsatz, also den über die Fachhandelskooperation abgewickelten Einkäufen der Partner, erwartet Garrelts eine eher moderate Steigerung. Nach 280 Millionen Mark 1998, was gegenüber den 157 Millionen vom Vorjahr einem Plus von rund 80 Prozent entspricht, plant er für 1999 lediglich einen Zuwachs von 7,1 Prozent auf dann 300 Millionen Mark (siehe Abbildung).

Angebot von PC-Lösungen für den Mittelstand

"Unser primäres Ziel in diesem Jahr ist es, unseren derzeitigen Partnern einen guten Service zu liefern", erklärte Garrelts seine Strategie. Diese umfasse den weiteren Ausbau der primär dem eigentlichen Geschäftszweck dienenden Aktivitäten - also Vertriebs- und Marketing-Unterstützung der einzelnen Mitglieder inklusive entsprechender Schulungsprogramme.

Das jüngste Abkommen, das Akcent und Kooperationspartner IBM mit dem BVMW getroffen haben, dürfte ebenfalls in diese Richtung zielen. Das Duo wird nach eigenem Bekunden künftig den rund 46000 BVMW-Mitgliedern mittelstandsgerechte PC-Lösungen anbieten. Während IBM die Hardware stellt, soll die Vor-Ort-Betreuung durch die Partner des Akcent-Verbunds erfolgen. Garrelts selbst ist von der Annäherung an den Computerriesen angetan; von der den Armonkern immer wieder nachgesagten Arroganz will er nichts wissen: "IBM arbeitet mit großer Ernsthaftigkeit mit den kleinen und mittleren Händler zusammen."

Für das kommende Jahr stellte der Akcent-Frontmann den angeschlossenen Mitgliedern ein weiteres Bonbon in Aussicht. Dann nämlich will er die Händler durch die Ausgabe von Aktien am Erfolg des Verbunds beteiligen. Ein Jahr später soll der Börsengang erfolgen. Erste Gespräche mit der Bremer Börse habe er bereits geführt. Die Mehrheit will er indes nicht aus der Hand geben. Die Akcent AG, unter deren Dach als 100prozentige Tochtergesellschaften nunmehr die 1985 von Garrelts gegründete Microteam Vertriebs- und Marketing GmbH (zugleich "Muttergesellschaft" des jetzt in die Akcent-Holding integrierten Arbeitskreises Computerfachhandel "AKC") und die Marketing-Agentur Marketeam GmbH angesiedelt sind, befindet sich zu 90 Prozent im Besitz seiner Familie. Mit mindestens 51 Prozent will Garrelts auch nach dem Going Public die Kontrolle über seine Händlerkooperation behalten.