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05.07.1985 - 

Ohne Hard- und Software-Kenntnisse keine Überlebenschancen:

Fachhandel braucht Beratungs-Know-how

HAMBURG (vwd) - In der Bundesrepublik Deutschland gibt es zuwenig qualifizierte Mikro-Händler, die Interessenten wirklich anwendungsorientierte Software-Hilfe bieten können. Diese Ansicht vertritt Manfred Bues, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Furtwangen.

Am Rande des Ersten Norddeutschen Mikro-Fachhändler-Seminars in Hamburg, initiiert von der Apricot Computer GmbH, erklärte Bues, der Kunde hätte oft nur eine dumpfe Ahnung von dem, was er benötigt. Seine Probleme müßten erst artikuliert werden, doch sei der Händler dazu meist nicht in der Lage.

Den Grund dafür sieht Bues in der mangelnden Bereitschaft der Händler, sich gründlich mit Hard- und Software auseinanderzusetzen. Nahezu der Hälfte der heutigen Mikro-Händler fehlt nach Ansicht des Wirtschaftsinformatikers das Know-how, um langfristig überleben zu können. Wenn Kunden gezielte Fragen stellten, stießen viele Händler schnell an ihre Grenzen.

Die Marketingunterstützung durch den Hersteller beschränkt sich laut Bues im wesentlichen auf die Stückzahlplanung sowie die Mediawerbung. Dagegen könnten herstellerübergreifende Checklisten gute Hilfen bei der Artikulierung von Kundenwünschen bieten.

Dringend warnt Bues die Händler davor, sich auf das Glatteis der Individualsoftware zu begeben, ohne die Standardsoftware gründlich zu beherrschen. Die häufig notwendige Nachbesserung von individuellen Programmen erfordere nicht selten zwei bis drei Mann-Monate und 20 000 Mark Zusatzkosten kämen somit schnell zustande.