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20.04.1990 - 

Storeboard: Februargeschäft ist traditionell schwächer

Fachhandel unter Preisdruck: PC - Käufer halten sich zurück

DALLAS (IDG) - Besonders stark abgesackt sind im Februar dieses Jahres die PC-Verkäufe des US-Fachhandels. Die Zahl der verkauften Einheiten lag mit 221500 um 3, 3 Prozent unter dem Ergebnis vom Februar 1989; ein scharfer Preiswettbewerb brachte gar um sechs Prozent geringere Umsätze mit sich.

Seit sieben Jahren beobachten die texanischen Marktforscher der Storeboard Inc. , daß die Fachhändler jeweils im Februar ein schwächeres Geschäft verzeichnen als im Januar: In diesem Jahr fiel der Monatsvergleich mit minus 10,3 Prozent bei den Stückzahlen und minus elf Prozent bei den Umsätzen besonders signifikant zuungunsten des Februar aus. Storeboard macht dafür ausgelaufene Marketing-Aktionen wie den bis Mitte Januar gewährten Rabatt von 200 Dollar auf IBMs PS/2-Modell 55x sowie die Ende Januar beendete Möglichkeit, Apple-Rechner gratis zu testen, verantwortlich.

Im Februar konnten die Amerikaner insbesondere ältere 386-basierte Computer günstig er-stehen; die Händler lieferten sich in diesem Segment einen aggressiven Preiswettbewerb. Das reduzierte ihre Konteneingänge: um sechs Prozent gegenüber dem Februar 1989 sowie um elf Pro- zent im Vergleich zum Januar dieses Jahres. Darüber hinaus, so die Texaner, hielten sich viele Kunden mit ihrer Kaufentscheidung noch zurück, bis leistungsfähigere 386er und die lange erwarteten 486er Computer verfügbar seien.

Von Kurrenz nicht nur aus Reihen der Fachhändler

Konkurrenz kam aber nicht nur aus den Reihen der Fachhändler selbst: Auch die jüngst an Anzahl und Größe zunehmenden Computer-Supermärkte, die nicht von Storeboard untersucht wurden, kosteten die Fachhändler Marktanteile. Ebenfalls hätten die Verbraucherelektronik-Shops, Massenhändler und Discountläden das Ihre dazu beigetragen, die Geschäfte der PC-Dealer zu be- schneiden. Zunehmend, hat das Institut herausgefunden, konzentrieren sich diese Billiganbieter auf das Rechnergeschäft. Betrachtet man die Hersteller, fällt erneut ein Name auf: Obwohl AST Research, ehemals Nur-Board-Hersteller, im Vergleich zum Januar 52 Stückzahlprozente verlor, steht das Unternehmen im längerfristigen Vergleich nach wie vor blendend da. Gegenüber dem Februar 1989 wurden 128 Prozent mehr AST-PCs verkauft; das bisherige Jahresgeschäft lag gar um 214 Prozent höher als 1989. Toshiba legte im Februar-Februar-Vergleich immerhin um knappe 40 Prozent zu, während die Fachhändler in Sachen IBM- und Epson-Gerätschaft jeweils rund 14 Prozent weniger Verkaufsgespräche erfolgreich abschlossen als im Februar 1989.

Big Blue führt gleichwohl mit 62400 verkauften Rechnern nach wie vor die Rangliste nach Stückzahlen an, gefolgt von Compaq, deren Deskpro 386s mit 47000 Einheiten der erfolgreichste Rechner war.