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21.08.1998 - 

Bund fördert Projekt mit 47 Millionen Mark

Fachhochschulen bieten Studium per Internet

Neben der FH Gelsenkirchen sind acht weitere staatliche sowie zwei private Hochschulen aus Norddeutschland am Projekt "Virtuelle Fachhochschule für Technik, Informatik und Wirtschaft" beteiligt, das das Bundesforschungsministerium mit 47 Millionen Mark fördert. Bereits ab dem nächsten Jahr können Internet-Kurse von Studierenden alternativ zu Hochschulseminaren und -vorlesungen gebucht werden. Ab dem Wintersemster 2003 sollen dann ganze Studiengänge im Netz verfügbar sein. Den Start machen die Studiengänge zum Wirtschaftsingenieur sowie zum Medieninformatiker.

Neben dem deutschen Fachhochschuldiplom soll es die internationalen Bachelor- und Master-Abschlüsse geben. Bereits jetzt interessieren sich mehrere europäische Hochschulen für eine Teilnahme am Projekt. Sie wollen eigene Veranstaltungen konzipieren beziehungsweise die deutschen Studieneinheiten in englischer, französischer oder spanischer Sprache anbieten.

Dieter Hannemann, Vizeprojektleiter und Professor für Informatik an der Fachhochschule Gelsenkirchen, sieht die virtuelle Hochschule auch als Chance zur Fortbildung: "Ein Diplominformatiker beispielsweise kann sein Wissen um einzelne Module erweitern und so beruflich weiterkommen." Mitte Juni 1998 erhielten die Hochschulen die Finanzzusage, ab September sollen die Mittel fließen. Der Großteil der Gelder wird in Personal investiert. Hannemann will in den nächsten fünf Jahren auch Absolventen des Studiengangs Medieninformatik als selbständige Unternehmer mit Teilaufgaben beauftragen und so Existenzgründungen fördern.

Das wissenschaftliche und pädagogische Konzept bleibt indes in den Händen der Professoren. Sie wollen den Praxisbezug von Fachhochschulen auch im Internet vermitteln und sich damit von Fernstudiengängen der Universitäten abheben. Hannemann: "In den virtuellen Studiengängen werden Praktika, Projekte und Diplomarbeiten in Form von Telearbeit in Zusammenarbeit mit Unternehmen verwirklicht." Wer auf Distanz studiert, muß dennoch persönlich zur Prüfung erscheinen.