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12.01.2001 - 

IT-Modernisierung wird erschwert

Fachkräftemangel macht Kommunen zu schaffen

MÜNCHEN (CW) - Die öffentliche Verwaltung hat offenbar besonders stark unter dem Mangel an IT-Fachkräften zu leiden. Einer aktuellen Umfrage zufolge schrecken vor allem die im Vergleich zur Privatwirtschaft niedrigeren Gehälter potenzielle Bewerber ab.

Die Aussicht auf einen sicheren Job im öffentlichen Dienst scheint derzeit nur wenige IT-Spezialisten zu überzeugen. Vielmehr seien die angebotenen Einstiegsgehälter zu niedrig, um gegenüber Wettbewerbern aus der Privatwirtschaft mithalten zu können. Zu diesem Schluss kommt jetzt eine Studie der Hamburger Unternehmensberatung Mummert & Partner. "In der freien Wirtschaft liegt das Einstiegsgehalt eines IT-Spezialisten zwischen 70000 und 90000 Mark im Jahr. Im öffentlichen Dienst muss der Computerfachmann sich hingegen häufig mit rund 50000 bis 70000 Mark im Jahr begnügen", so die Autoren.

Problematisch sei der Fachkräftemangel vor allem deshalb, weil laut Umfrage 80 Prozent der Kommunen Neuerungen an ihrer IT vornehmen wollen, um künftig als moderne Dienstleister auftreten zu können. Hierzu brauchen sie zusätzliches Personal. Als Lösung dieses Problems schlagen die Unternehmensberater höhere Gehälter vor und verweisen dabei auf eine vergleichbare Situation in den USA. Dort hatte die Regierung unlängst die Löhne ihrer Computerspezialisten um 33 Prozent erhöht, um die eigene Konkurrenzfähigkeit zu steigern.

Dieser "Ausweg" ist allerdings - ganz abgesehen von der angespannten Finanzlage der Kommunen - aufgrund der hierzulande festgeschriebenen Besoldungstarife nicht möglich. Auch argumentieren Vertreter der Kommunen, dass die Gehälter dank häufiger Zulagen so schlecht nicht seien. Privatunternehmen stehen allerdings in dem Ruf, mehr Aufstiegsmöglichkeiten und eine leistungsgerechtere Bezahlung zu bieten sowie mehr für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu tun.