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17.08.1984 - 

Nationale Defizite ausgleichen:

Fachkreis unterstützt Mikroelektronik

FRANKFURT/MAIN(CW) - Ein neu gegründeter VDE/VDI-Fachkreis Mikroelektronik hat sich "das Ziel gesetzt, bei der Weiterentwicklung und den Anwendungen der Mikroelektronik auf breiter Ebene Hilfestellung zu leisten", die Branche und öffentliche Stellen mit neuen Ideen zu stimulieren und auf dem bisher Geleisteten auszubauen.

Träger dieses Expertenkreises aus Industrie, Forschung und Lehre sind die beiden größten deutschen Ingenieurverbände, Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und der Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE). Unternehmen wie die Siemens AG, IBM Deutschland, die Robert Bosch GmbH, Standard Elektrik Lorenz AG (SEL) und AEG Telefunken zeichnen ebenso als Mitglieder wie Professoren der Technischen Universitäten Darmstadt, München und Berlin.

Der Vorsitzende des Fachkreises, Hans Weinert, Leiter des Hauptbereichs Technik von Valvo und Direktor der Philips GmbH, Hamburg, betonte, daß in der Bundesrepublik der vielzitierte "Technologierückstand" nicht generell bestehe. Es gäbe keine grundlegenden Defizite, weder im technischen Know-how noch in der Grundlagenforschung oder in der Aus- sowie Weiterbildung. Auf diesen Gebieten seien jedoch große Anstrengungen nötig, um mit dem steigenden internationalen Standard Schritt halten zu können. Die größte Schwachstelle läge allerdings in der mangelnden "gleichzeitigen und vollständigen Verknüpfung" aller Teilfelder von Grundlagenforschung bis Fertigungstechnik, von Schlüsselkomponenten bis zur Systemanwendung, von Grundausbildung der Ingenieure und Techniker bis zur lebenslangen Weiterbildung. Dieses "Verknüpfungsdefizit" zu reduzieren, wäre eine der Aufgaben des Fachkreises. Weiterhin sei daran gedacht, als Gesprächspartner für das Bundesministerium für Forschung und Technologie, zugleich auch für andere Ministerien in Bund und Ländern zur Verfügung zu stehen.