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31.01.1975

Fachschule für Informatik:\Semesterende - Was wird aus den Absolventen?

CW-Bericht, N. Hörmann

ERKRATH/DÜSSELDORF - Seit dem 7. 1. schwitzen sie, die 17 Absolventen der Fachschule für Technik - Fachrichtung Informatik. (Diese Fachschule ist eine der drei Ausbildungsstätten im DV-Bildungszentrum des DGB-Berufsfortbildungswerkes.) Bis zum 29. Januar, dem Termin der schriftlichen Prüfung, sind sie noch in festen Händen, aber was dann ?

Vor zwei Jahren genau ging es durch die gesamte Fachpresse: "Erste staatlich geförderte Schule für Informatik. Einmalige Berufschancen für das neue Berufsbild >Informatiker<, dem Mann, der in allen Bereichen der Wirtschaft die Kooperation zwischen Fach- und EDV-Abteilung herstellen soll."

Gekostet hat die Ausbildung 7800 Mark. Unter Umständen konnte man die Beihilfe des DGB in Anspruch nehmen: Selbstkosten pro Monat 125 Mark. Die restlichen 200 Mark hat der Staat bezahlt. Ausbildungschwerpunkte sind Systemtechnik und Prozeßautomatisierung. Die Abschlußprüfung soll die Absolventen befähigen, bei der Planung, beim Aufbau und bei der Überwachung von Prozeßsteuerungssystemen mitzuwirken.

Doch keine "warmen" Semmeln"

Ab Februar sind sie dann zu haben, die "staatlich geprüften Techniker - Fachrichtung Informatik." Laut Udo Thiemann, dem Leiter der Schule, werden für die nächsten vier Jahre 171 800 zusätzliche Mitarbeiter mit fundierten DV-Kenntnissen benötigt. Auf die Frage, ob denn die Schulabgänger mit dem so angepriesenen Berufsbild >Informatiker<, wirklich weggehen "wie die warmen Semmeln", antwortete Thiemann etwas zögernd: "Man muß die Leute draußen erst mit dieser Berufsbezeichnung vertraut machen."

Munter weiterschulen

In Erkrath wird weiter fleißig ausgebildet: Derzeit lernen 750 Studenten an drei Schulen des DV-Bildungszentrums. Das Programm umfaßt außer dem "Informatiker" noch zwei weitere Ausbildungsmöglichkeiten:

"Staatlich geprüfter Betriebswirt EDV mit wirtschaftswissenschaftlicher und DV-orientierter Ausbildung. Unterrichtsfächer an der Fachschule für elektronische Datenverarbeitung sind Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Volkswirtschaftslehre, Mathematik, Statistik und Organisationslehre sowie die typischen EDV-Fächer wie Programmieren, Betriebssysteme, DV-Organisation, DV-Anwendung. Die Bundesfachschule für maschinelle Datenverarbeitung bildet aus: "Kaufmännische Programmierer", "Technische Programmierer" und "DV-Organisatoren".

Die drei Fachschulen unterliegen als Ersatzschulen der staatlichen Schulaufsicht des Regierungspräsidenten in Düsseldorf .

Die Wirtschaftsbosse sind offensichtlich noch etwas skeptisch. Scheinbar geht's in Zeiten, wo sich konjunkturelle Schwankungen nicht verbergen lassen und "Kostensparen" kein Vorschlag mehr sondern eine Anweisung ist von Oben, auch ohne Mittelsmann zwischen Fachabteilung und EDV. _AU:N. Hörmann