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15.06.1984

Fachverband gibt sich vorsichtig

WIEN (VWD)-Recht vorsichtig schätzt der zuständige Fachverband die Entwicklung der elektrotechnischen Industrie in Österreich ein. Impulse erhoffen sich die Experten von der günstigen Beurteilung der Lage in der heimischen Wirtschaft sowie von der Besserung der internationalen Konjunktur.

Obwohl sich die Auftragslage in den letzten Monaten geringfügig gebessert hat, liegen die Auftragsbestände nach wie vor unter dem Niveau der Jahre 1981 und 1982. Besonderes Gewicht messen die Marktkenner den neuen Technologien auf dem Sektor Telekommunikation so wie der größeren Investitionsbereitschaft in der Wirtschaft bei.

Ein schwieriges Jahr hatte 1983 die Elektronikindustrie zu überstehen. Der Produktionswert stieg lediglich um nominell 2,3 Prozent auf 40,6 Milliarden Schilling. Die Exporte stagnierten bei 29,6 Milliarden Schilling, die Zahl der Beschäftigten sank um fünf Prozent auf 68 300.

Während die Nachfrage nach Investitionsgütern 1983 schwach war, konnte die elektrotechnische Industrie vom guten Konsumgütergeschäft profitieren. Dieses war jedoch durch die Ankündigung der Zinsertragssteuer sowie die Anhebung des Mehrwertsteuersatzes und der dadurch ausgelösten vorgezogenen Käufe atypisch beeinflußt. Kritik übte der Fachverband an der Vergabepolitik einiger großer öffentlicher Auftraggeber: Immer häufiger erfolgten die Zuschläge von Billigstangeboten anstelle des in der Vergabenorm verankerten und von der gewerblichen Wirtschaft vertretenen Bestbieterprinzips.