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08.10.2008

Fachwissen allein reicht nicht aus

Ina Hönicke ist freie Journalistin in München.
Berater gehören zu den Spitzenverdienern der Branche. Entsprechend gestiegen sind auch die Anforderungen an sie: Wer gut verdienen will, braucht mehr als Fachwissen.

Auch wenn sich mittlerweile mehr Hochschulabsolventen für einen Job als Berater interessieren, spüren IT-Dienstleister den Mangel an qualifizierten Kräften. So hat auch die GFT Technologies AG Probleme, erfahrene IT-Profis und Ingenieure zu finden. Die begehrten Kräfte, egal ob sie als Festangestellter oder als Freiberufler arbeiten, können mit hohen Gehältern rechnen. Allerdings müssen sie sich auch auf höhere Anforderungen einstellen, erklärt Jochen Ruetz, GFT-Finanzvorstand und verantwortlich für Personal: "Die neuen Mitarbeiter müssen flexibel, zuverlässig und verbindlich sein."

Mehr Gehalt dank Microsoft-Wissen

Berufserfahrung und besondere Kenntnisse einer gefragten Technologie sind gute Voraussetzungen, um bei GFT Karriere zu machen und auch in Gehaltsgesprächen verhandeln zu können. Vor einigen Jahren hatten zum Beispiel noch IT-Profis mit Java-Know-how die Nase vorn, sagt Thomas Martin, Managing Director des Geschäftsbereichs Banken bei GFT. Heute sollten sich die künftigen Berater mit Microsoft-Technologien auskennen. Das verbessere die Gehaltsaussichten der Bewerber.

Doch Fachwissen ist nur eine Seite der Medaille, die zweite sind das Gesamtbild und die Leistung des Mitarbeiters. GFT beurteilt die Art und Weise, wie sich der Consultant beim Kunden präsentiert, wie die einzelnen Projekterfolge aussehen, wie der Mitarbeiter mit den Kollegen, mit den Vorgesetzten und vor allem mit den Kunden kommuniziert. Hier spielen weiche Faktoren eine immer wichtigere Rolle, so Martin: "Die zu Beginn so wichtigen IT-Kenntnisse treten im Lauf eines Beraterlebens zunehmend in den Hintergrund. Nach und nach haben die sozialen Kompetenzen oberste Priorität." Als Berater sei der Fachspezialist meist nicht so erfolgreich wie derjenige, der IT-Wissen mit Soft Skills wie Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten verknüpft. In Letzteren sollte man sich laut dem GFT-Manager auch immer weiterqualifizieren.

Kein Bonus für Fremdsprachen

Kaum Einfluss auf das Gehalt haben dagegen Fremdsprachen. Englisch ist in nahezu allen Unternehmen Grundvoraussetzung, zusätzliche Fremdsprachen seien zwar von Vorteil, würden sich aber gehaltlich nicht unbedingt auszahlen. Martin: "In unserem Unternehmen wird niemand eingestellt, der nicht über ausgezeichnete Englisch-Kenntnisse verfügt. Spanisch nehmen wir als ein angenehmes Add-on, weil wir Niederlassungen in Spanien haben."

Je nach Qualifizierung, Erfahrung oder Projektkenntnissen ordnen die GFT-Rekrutierungs-Experten die potenziellen Mitarbeiter einem entsprechenden Gehaltsschema zu. "Einstiegsgehälter liegen zwischen 36 000 und 40 000 Euro, im Falle besonderer Qualifizierung und Erfahrung auch darüber", erklärt der GFT-Fachmann. Mit einem Master- oder Doktortitel fällt der Verdienst zum Beispiel höher aus.

Mehrere Karrierewege

Die GFT bietet ein Karrieremodell mit unterschiedlichen Entwicklungspfaden (Client- Management, Business Consulting, Project Delivery, Technology, Corporate Services) an. Dazu Martin: "Egal für welches Aufgabenfeld sich der Kollege entscheidet, entsprechende Karriereschritte sind überall möglich." Während der Einstieg in das Business Consulting in der Regel etwas besser bezahlt werde, unterscheiden sich die Verdienstmöglichkeiten zwischen den anderen Karrierewegen eher wenig. Dies gelte vor allem für das Anfangsgehalt.

Die Mitarbeiter erhalten zwölf Monatsgehälter plus Bonus. Diese zusätzliche Vergütung hängt vom Umsatz des Unternehmens und von der Erfüllung der gesteckten Ziele ab. Finanzvorstand Ruetz fügt hinzu: "Zum Glück hat es sich bei den Absolventen mittlerweile herumgesprochen, dass die mittelständischen Betriebe oft die interessanteren Arbeitgeber mit den verantwortungsvolleren Jobs und schnelleren Karrieremöglichkeiten sind."(am)