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06.10.1978 - 

Computergestützte Verkehrsplanung mit NOPTS:

Fahrplan-Optimierung im Dialog

BASEL (sg) - Computergestützte Verkehrsplanungsmodelle gehören bereits seit einigen Jahren zum Standardrepertoire einschlägig tätiger Unternehmen. Die meisten Computer-Planungsmodelle entsprechen jedoch keineswegs den heutigen Vorstellungen von einer dialog-orientierten Datenverarbeitung.

Das Basler Ingenieurbüro Rapp hat nun - in Zusammenarbeit mit der ETH Lausanne - völlig neue Wege bei der Entwicklung von Computerprogrammen, beispielsweise für die Planung des öffentlichen Verkehrs, beschnitten.

Aus dieser gemeinschaftlichen Entwicklungsarbeit entstand das Netz-Optimierungssystem NOPTS. Es ermöglicht, aufgrund vorhandener oder zu erhebender Daten, die verschiedensten Netzvarianten mittels Computer zu simulieren und auf dem Bildschirm in Form von Passagierbelastungsplänen, Fahrplandiagrammen, Umsteigerströmen und Betriebskostenangaben darzustellen. Dadurch kann sofort visualisiert werden, welche Folgen etwaige Änderungen bei verschiedenen Linien für den einzelnen Tram- oder Busbenutzer nach sich ziehen.

Durch beliebig oft wiederholbare Anwendung des Programms können die Planer ein Liniennetz erstellen, das im Gegensatz zu rein mathematischen Modellen im nachhinein keine weiteren Korrekturen mehr erfordert. Dieses Programm, das auf beinahe ideale Weise die Rechenkapazität des Computers mit der Kreativität des Planers verbindet, hat außerdem den Vorteil, daß es besonders leicht zu handhaben ist. Verschiedene Tests mit Mitarbeitern einiger Stadtplanungsbüros haben dafür den Beweis erbracht.

Auch im Ausland hat das NOPTS bereits Anklang gefunden. So wurden dem amerikanischen Verkehrsministerium sowie nach Italien und Schweden Lizenzen erteilt. In der Schweiz steht das System gegenwärtig den Verkehrsbetrieben der Stadt Zürich für die Linienplanung zur Verfügung.

Aufgrund der bisher gesammelten Erfahrungen glaubt man bei Rapp, daß für die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs vorerst keine neuen Technologien erforderlich sind. Es sind vielmehr die ungenutzten Reserven, die - bei einer optimalen Linienführung und Verbesserung des Fahrplans - in jedem System vorhanden zu sein scheinen. Danach soll es möglich sein, in den meisten Städten durch Optimierung des Streckennetzes den öffentlichen Verkehr um rund 20 Prozent verbessern zu können.