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08.09.2000 - 

Abgesetzter Juniorchef erhält Hausverbot

Familienstreit belastet ERP-Anbieter Wilken

MÜNCHEN (CW) - Ein familieninterner Machtkampf bei dem Softwarehersteller Wilken mit Sitz in Ulm gipfelt derzeit in der Beurlaubung des Ex-Geschäftsführers Folkert Wilken.

Den Generationswechsel innerhalb seines Unternehmens hatte sich Firmengründer Ernst Wilken ganz anders vorgestellt: Sohn Folkert Wilken sollte zusammen mit seinem Schwager Andreas Lied den nach eigenen Angaben lukrativen Betrieb mit rund 180 Mitarbeitern übernehmen, in eine Aktiengesellschaft überführen und anschließend an die Börse bringen.

Nach Spannungen zwischen Vater und Sohn sowie unüberbrückbaren Problemen in der Doppelspitze griff der Noch-Mehrheitseigner Ernst Wilken kurz vor der Übergabe seiner Firmenmehrheit zu drastischen Mitteln: Statt dem Sohn wie geplant 51 Prozent des Unternehmens zu überschreiben, beurlaubte er ihn und belegte ihn mit einem Haus- und Wettbewerbsverbot. Folkert Wilken war 18 Jahre in der Firma seines Vaters tätig und spielte eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung der ERP-Software "CS2".

In zeitlicher Nähe zum Rausschmiss des Juniors verließ auch Carol Richter, Entwicklungschef der Branchenlösung für die Energiewirtschaft "CS/2 Energy", den Softwarehersteller. Obwohl Ernst Wilken einen Zusammenhang mit den Vorgängen um seinen Sohn bestreitet, scheinen sich erhebliche Gräben durch die Führungsetage des Unternehmens zu ziehen. Er habe mit seinem Schritt verhindern wollen, dass Vertriebschef Lied von Folkert Wilken aus der Firma gedrängt werde, da dies wahrscheinlich weitere Personalverluste im Vertrieb nach sich gezogen hätte, so das Familienoberhaupt. Bis auf weiteres führen Wilken Senior und Lied das Unternehmen.