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08.12.1989

Farbenlehre

Teure Kamera-Objektive vermögen, was dem menschlichen Auge verwehrt bleibt: Sogenannte Apochromatenbündeln die unterschiedlichen Wellenlängen der Farbfrequenzen in einem Punkt. Daraus resultieren eine größere Farbtreue und schärfere Bilder. Für die Technik von Farbbildschirmen ergeben sich aus den verschiedenen Wellenlängen ebenfalls Probleme. Das Auge hat Probleme, die Grundfarben Rot, Gelb, und Blau gleichzeitig scharf auf der Netzhaut abzubilden. Dieser Akkomodierungsstreß des Auges führt zu Ermüdungserscheinungen. Auch der stereoskopische Effekt ist extrem unangenehm: insbesondere rote Schrift auf blauem Hintergrund ist eine harte Belastung für das Auge. Deshalb entwickelte die Universität von Oslo in Zusammenarbeit mit Tandberg Data Monitore mit pastellfarbener Bildwiedergabe.

Medium Monitor

Bildschirme stellen die sogenannte Schnittstelle zwischen Computern und Menschen dar. Sie sind schon aus diesem Grund von einiger Bedeutung bei der Diskussion um das Für und Wider der Rechnertechnologie. Wer einmal anflimmerigen, grünen CGA-Monitoren hat arbeiten müssen, weiß welchen Einfluß Bildschirme auf den Benutzer haben können.

Diesem Ausgabemedium gilt denn auch das besondere Interesse nicht nur von Arbeitnehmern und deren Interessenvertretungen. Besonders gerne schielt man hierzulande nach Skandinavien und besonders nach Schweden. Dort würden besonders strenge Vorschriften für Bildschirmarbeit gelten. Doch scheinen sich in Schweden vor allem Behörden an die vom Staatlichen Institut für Strahlenschutz (SSI) herausgegebenen Richtwerte zu halten. In der Privatwirtschaft würde diese arbeitnehmerfreundliche Haltung nicht so stringent eingehalten, äußern Kenner der Szene. Zu bemerken gilt auch, daß die Schwedischen Empfehlungen nur für das elektromagnetische und - statistische Feld vor dem Bildschirm und die Röntgenstrahlung gelten. Niederfrequente elektrische Felder sind im Gegensatz zu Osteuropa nicht Gegenstand der Messungen.

Aus Gesundheitsaspekten sind vor allem die Kathodenstrahlmonitore - also die große Mehrheit der Bildschirme - in die Diskussion geraten. Neben der vielkritisierten Strahlenemission sind es beispielsweise auch Aspekte der Farbwiedergabe, die verbesserungswürdig sind. In einem an der Universität Oslo durchgeführten Forschungsprojekt wurde eine anwenderfreundliche Farbgestaltung entwickelt. Was auf Werbeprospekten in knalliger Farbe gut wirken mag, hat auf das menschliche Auge am Bildschirm einen kontraproduktiven Einfluß. Die Psyche des Menschen und seine Aufnahmefähigkeit werden durch viele Vorder- und Hintergrundfarben eher irritiert, unterschiedliche Farbintensitäten belasten das Auge zusätzlich.

Wenn von Leistungsentwicklungen bei Monitoren die Rede ist, wird es in Zukunft nicht nur um höhere Auflösung, größere Geschwindigkeit und mehr Farbunterstützung gehen. Vor allem Ergonomieaspekte sind es, die im Sinne des Anwendernutzens Verbesserungen und Fortschritte auf dem Grafik- und Bildschirmsektor bedeuten.