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25.02.1977 - 

Strukturierung bei Prozeßrechneranwendungen:

Fast 50 Prozent Zeitersparnis

MÜNCHEN - Die Methode der strukturierten Programmierung verbessert auch bei Prozeßrechner-Anwendungen in Assembler-Sprache die Effektivität der Programmierer und die Qualität der Programmprodukte, behauptet Softlab. Das Münchner Softwarehaus hatte die Eignung der strukturierten Programmierung (SP) für assembler-orientierte Prozeßrechner-Anwendungen an einem Pilotprojekt geprüft. "Versuchskaninchen" war ein Mehrbenutzersystem für die Einsatzplanung und Verfolgung bei Polizei und Feuerwehr, das auf einem plattenorientierten Siemens 330-Prozeßrechner laufen soll. Die strikte Einhaltung der SP-Konventionen hat auch - so Softlab - die Projekt-Realisationszeit reduziert. Es wurden pro Mannjahr (inklusive Projektmanagement) 4500 bis 5000

"Lines of Code" geschrieben."Das ist, bezogen auf Größe und Komplexität des Projektes, nahezu das Doppelte von dem, was bei vergleichbaren Aufgaben mit herkömmlichen Methoden erreicht werden kann", erklärte dazu Dr. Wolfgang Thury, Softlab-Bereichsleiter für Prozeßrechnersysteme.

Bereits in der "Definitionsphase" 1 der Programmentwicklung wurde das 1 Gesamtsystem in 13 Moduln zerlegt und in der folgenden "Designphase", schrittweise verfeinert. Das Ergebnis

waren insgesamt 4000 Seiten Programmspezifikationen, die dem Softlab-Team als Vorgaben beim Codieren dienten und auch den kurzfristigen, produktiven Einsatz von Programmierern erlaubte. Der Softlab-Geschäftsführer für Prozeßtechnik, Dr. Gerhard Heldmann sieht darin den Grund für Zeitersparnis und Übersichtlichkeit der Entwicklung: "Gerade bei Prozeßrechnerprojekten wird allgemein solche Mühe gescheut was sich in späteren Projektphasen oft katastrophal auswirkt. Höhere Kosten und auch weniger wartungsfreundliche Produkte sind dann vielfach das Ergebnis."

Vorteilhaft auf die Programmiereffektivität wirkte sich nach Softlab-Meinung auch die strenge" Strukturierung der Datenbasis nach dem Prinzip der "hidden-data" aus. Sie bewirkt, daß Veränderungen der Daten nur die Zugriffsmoduln betreffen und Anwendungsprogramme nicht geändert werden müssen. Aufgrund der Positiven Projekterfahrungen ist für Thury die generelle Einführung der SP in allen Anwendungsgebieten nur noch eine Frage der Zeit. uk