Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Neue Komponente für Layer-3-Switching

Fast Ethernet: Bay Networks liefert Autosense-Switches

18.04.1997

Die durch die Akquisition beabsichtigte Integration von Netics-Technologie in die Bay-Networks-Produkte schlägt sich jetzt erstmals konkret in einer Komponente nieder. Mit dem "Bay-Stack 350T-Switch" ist ab sofort am Markt ein Gerät erhältlich, das über 16 Autosense-Ports mit 10 und 100 Mbit/s verfügt. Im Juni 1997 soll dann der "Bay-Stack 350F-Switch" folgen, ausgestattet mit zwölf 10/100-Mbit/s-Autosense-Ports sowie zwei Glasfaser-Ports (SC-Stecker). Die neuen Komponenten basieren auf einer internen 1,2 Gbit/s-Architektur und unterstützen pro Gerät 8192 MAC-Adressen. Die Forwarding-Rate der Komponenten beträgt 1,6 Mbit/s und weisen einen 256 KB-großen Puffer pro Port aus.

Gute Prognosen für den Switching-Markt

Mit den Bay-Stack 350-Switches bietet der Hersteller eigenen Angaben zufolge die zur Zeit kostengünstigsten Autosense-Switches am Markt an. Die Komponenten werden zu einem Preis pro Port verkauft, der laut Mathias Hein, Marketing Manager der Bay Networks Deutschland GmbH, bis zu 400 Dollar unter dem vergleichbarer Produkte liegt. Bay Networks will damit auch das Image ablegen, nur Produkte im hochpreisigen Marktsegment anzubieten.

Die zwei neuen Komponenten wurden speziell für den Einsatz in Workgroups entwickelt und können aufgrund der integrierten 10/100-Mbit/s-Technik sowohl als 10-Mbit/s-, 10/100-Mbit/s- oder 100-Mbit/s-Segment-Switches als auch in der Funktion von 10/100-Mbit/s- oder 100-Mbit/s-Desktop-Switches eingesetzt werden.

Bestandteil der beiden Bay-Stack 350-Switches ist die integrierte Autosensing-Funktion gemäß der IEEE-802.3u-Autonegotiation-Spezifikationen. Dadurch wird eine Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Mbit/s oder 100 Mbit/s entweder im Halb- oder im Vollduplex-Verfahren automatisch unterstützt. In einem heterogenen Netzwerk, das sowohl mit 10 Mbit/s als auch mit 100 Mbit/s arbeitet, kann damit Hein zufolge pro Port die schnellstmögliche Verbindung aufgebaut werden, ohne daß gleichzeitig der Verwaltungsaufwand zunimmt.

Die Komponenten eignen sich für den Einsatz in virtuellen Netzwerken und unterstützen bis zu acht Port-basierende VLANs. Die neuen Produkte entsprechen auch den 802.1D-Spanning-Tree-Protokoll-Spezifikationen und sind vollständig in das Netz-Management-System "Optivity" von Bay Networks integriert. Ebenso können Anwender die Konfiguration über einen Console-Port oder eine Telenet-Schnittstelle vornehmen.

Bay Networks zielt mit den Switches auf einen Markt, in dem die Dell'Oro Group 1997 im Segment für 100-Mbit/s-Ethernet-Switches weltweit mit einem Umsatz von zwei Milliarden Dollar rechnet. 1996 betrug das Marktvolumen 597 Millionen Dollar. Die ausgelieferten Ports werden nach Einschätzung der Analysten von 767 000 im Jahr 1996 auf über drei Millionen 1997 ansteigen.

Die zunehmende Akzeptanz im Markt und der Preisverfall von 10/100-Mbit/s-Ethernet-Adaptern führen laut Hein dazu, daß Unternehmen inzwischen in ihren Netzwerken immer häufiger Fast Ethernet bis hin zum Desktop realisieren. Dies belegen, so der Manager, auch die im Januar 1997 vom Marktforschungsinstitut Dataquest veröffentlichten Zahlen: Die Zahl der ausgelieferten 10/100- Mbit/s-Ethernet-Adapter stieg zwischen den ersten Halbjahren 1995 und 1996 um etwa 800 Prozent an. Bis zum Jahr 2000 erwarten die Analysten, daß sich der Anteil dieser Komponenten im Verhältnis zum gesamten Markt für Network Interface Cards (NIC) auf zwei Drittel belaufen wird.

Der Switch Node von Bay Networks wurde für mittelgroße Netzwerke konzipiert und soll laut Hersteller den IP-Datenverkehr in gerouteten Netzen beschleunigen. Er basiert auf der Distributed-Switching-Architektur von Bay Networks, die IP- und IPX-Forwarding auf der Schicht 3 ermöglicht.

Die neue Komponente baut auf einer modularen Plattform auf und verfügt über fünf Steckplätze. Einer der Slots ist für das Central-Processing-Unit-(CPU-)Modul reserviert. Hier werden die Wege, Steuerungs-, Kontroll- und Management-Prozesse abgearbeitet. Die anderen vier Steckplätze stehen zur Integration von Switched-Network-Modulen (10Base-T, 100Base-FL Ethernet und Fast Ethernet) zur Verfügung.

Im Switch Node wurde eine Distributed Layer 3 Engine integriert. Diese trifft die Switching-Entscheidungen unter Zuhilfenahme der auf jedem der Switch-Node-Module integrierten RISC Engine und des ASIC-Forwarding-Subsystems. Die Switch-Node-Module übertragen die Daten über den Datenpfad mit einer Geschwindigkeit von 1,2 Gbit/s. Daneben steht ein 1,2 Gbit/s schneller Management- und Kontrollpfad zur Verfügung

Der Switch Node ermöglicht das Switching mit geringen Verzögerungszeiten sowohl auf der Schicht 2 als auch auf der Schicht 3 und bietet eine Durchsatzrate von einer Million Datenpaketen pro Sekunde. Der neue Layer-3-Switch wurde speziell für den Einsatz in Campus-Netzen, in denen ein hoher Datenverkehr zwischen den Subnetzen die Regel ist, konzipiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Routern und Switches bietet das Produkt laut Hersteller folgende Vorteile: Es arbeitet mit Leitungsgeschwindigkeit und ist einfach zu konfigurieren. Außerdem muß der Subnetz-übergreifende Datenverkehr nicht mehr über den Router transportiert werden.

Die im Switch Node integrierte IP-Autolearn-Funktion sorgt dabei für den selbständigen Aufbau der IP-Forwarding-Adreßtabellen. Hierfür ist kein zusätzliches Routing-Protokoll notwendig. Durch die Transparenz des Switch Node kann die Komponente in jedes bestehende Router-Netzwerk integriert werden. Der Switch Node ist ebenfalls über die Netz-Management-Applikation "Optivity Campus" und "Optivity Enterprise" zu verwalten und ab Mai 1997 verfügbar.