Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

19.04.1996 - 

Hoher Emissionserloes war fraglich

Fast Multimedia verschiebt den Boersengang auf Herbst

Mit der Ankuendigung einer Nasdaq-Emission sorgte die Fast Multimedia AG im letzten Jahr fuer Aufmerksamkeit in der deutschen IT-Branche. Das Muenchner Unternehmen gruendete die US-Gesellschaft Fast Multimedia Holding Inc., Foster City, und uebertrug dieser im Juli letzten Jahres alle Anteile der Fast Multimedia AG. Die kalifornische Holding sollte an der US-Telefonboerse Nasdaq plaziert werden. Im Februar wollte der Hersteller von Multimedia- Equipment die ersten Aktien ausgeben. Doch damit wird es nun vorerst nichts. Die Einfuehrung ist bis in den Herbst hinein verschoben.

Als Grund nannte das Unternehmen den Kursrutsch bei Titeln aus dem Bereich Digital Video. Die Aktien einiger boersennotierter Mitbewerber, etwa von Avid Technology und Diamond Multimedia Systems, hatten zum Jahresende deutlich verloren. Dadurch sei die Bereitschaft der Anleger gesunken, in dieses Segment der Technologiewerte zu investieren, erklaerte Roland Schaefer, Manager Corporate Marketing/PR bei der deutschen AG. Fuer Fast haette somit das Risiko bestanden, aus dem Boersengang nicht den anvisierten Erloes zu erzielen. Die Underwriters Alex Brown & Sons waren eigenen Schaetzungen nach von einem Ausgabekurs zwischen neun und 15 Dollar ausgegangen.

Mit dem Geschaeftsergebnis zeigte sich das Unternehmen zufrieden. 66 Millionen Dollar betrug der Umsatz der Multimedia-Gruppe im Geschaeftsjahr 1995 nach vorlaeufigen Zahlen. Das Jahr zuvor waren es erst 32 Millionen Dollar gewesen. Ueber 50 Prozent der Einnahmen kamen ueber die 1994 eingefuehrte Movie-Linie herein, dabei handelt es sich um auf den Consumer-Markt zugeschnittene Computersteckkarten fuer Digital-Video-Anwendungen.