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07.10.1994

Faxline Faxdienste in zwei Sprachen

K. Hasse*, Saarbruecken: Wir arbeiten an der Umstellung unseres Faxdienstes auf einen Fax-Server unter Novell Netware, der mit einem ISDN-Anschluss arbeiten soll. In diesem Zusammenhang taucht in einem Angebot der Begriff "bilinguales Faxgeraet" auf. Was versteht man darunter?

Die Redaktion: Bilingual sind in der ISDN-Terminologie alle Systeme, die sowohl das deutsche ISDN wie auch Euro-ISDN unterstuetzen. Die Doppelsprachigkeit bezieht sich auf die Protokolle, die inkompatibel sind: Das bis zum Jahr 2000 fortbestehende deutsche ISDN verwendet 1TR6, das sogenannte Euro- ISDN arbeitet dagegen mit DSS-1 als Protokoll. Ihr Faxgeraet der Gruppe 4 (ISDN, auch Fax 64 genannt) unterstuetzt also von Haus aus beide Normen. Sollten Sie Ihr Server-System im Netz auch auf beide Normen ausrichten wollen, so muessen Sie bei der Telekom einen NT- Abschluss (Network Terminator) bestellen. Der kostet zusaetzlich 25 Mark im Monat und bildet zum ISDN hin DSS-1, zum PC-Netzwerk hin 1TR6 und DSS-1 ab.

Endungen fuer Faxdateien

E. Nettelritt*, Bremen: An welchen Endungen erkennt man eine Faxdatei, die auf der Festplatte gespeichert wurde?

Die Redaktion: Eine Unzahl von Faxprogrammen benutzt eigene Formate. Sie sollten in der Dokumentation zum Programm nachschlagen, um die richtige Abkuerzung zu finden. Fuer einkommende Faxe ist PCX als Bildformat weit verbreitet, gelegentlich auch TIF oder ein anderes Rasterformat. Bei ausgehenden Faxen sollten Sie auf die Endung FX oder FAX achten: KFX steht beispielsweise fuer Kofax-Dateien, XFX fuer Jetfax. Aber es gibt auch schwer erkennbare Kuerzel wie OAZ (OAZ-Fax) und JT (JT-Fax). Im hoeheraufloesenden Format der Gruppe 4 sind ATT und CAL gebraeuchliche Dateiendungen.

Datenschutz beim Helpdesk

G. Mensching*, Duisburg: Wir wollen im Novell-Netzwerk ein Helpdesk-Programm installieren, mit dem Stoerungen und Probleme besser kontrolliert und behoben werden koennen. Inwieweit speichern diese Programme personenbezogene Daten, die dazu fuehren, dass eine Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat ausgehandelt werden muss?

Die Redaktion: Jedes bessere Helpdesk-Programm fuehrt zunaechst einmal eine genaue Inventarliste ueber die Geraete eines Arbeitsplatz-PCs. Ausserdem besitzt es eine Liste der Programme beziehungsweise der Programmrechte, die ein Anwender hat. Beide Komponenten werden separat gehalten, wenn der User nicht immer am selben Rechner arbeitet. Bei Problemen erstellt der Supportmitarbeiter einen Kurzreport oder einen Meldebogen, in dem auch die Daten des meldenden Anwenders, Uhrzeit, Rechner etc. aufgefuehrt sind. Der Report bleibt offen, bis das Problem eindeutig behoben ist. Dabei kann es passieren, dass ein Fehler nur bei einem Mitarbeiter auftaucht und dieser dann ueber einen Netzwerkmonitor bei seiner Arbeit ueberwacht wird. Derartige Ueberwachungssoftware (sie kann im Helpdesk enthalten oder separat installiert sein) ist auf alle Faelle in eine Betriebsvereinbarung mit einzubeziehen. Noch besser ist freilich eine Schulung in Sachen Helpdesk: Erst wenn die Mitarbeiter verstehen, was das Programm (nicht) kann, zahlt sich sein Einsatz aus.

DIFfuse Begriffe

A. Draghici, Neu-Isenburg: Was bedeuten die Begriffe DIF und PRN- Dateien in der PC-Welt?

Die Redaktion: DIF steht im PC-Bereich fuer das Data Interchange Format, das eine Datei in Spalten und Zellen beschreibt. DIF wurde urspruenglich von Visicalc, dem Erfinder der Tabellenkalkulation, entwickelt und wird jetzt von Lotus betreut. Eine DIF-Datei ist in der Regel eine Tabelle, die aus einer Tabellenkalkulation in eine andere konvertiert wird. Eine PRN-Datei ist in der PC-Welt normalerweise eine temporaere Druckdatei, die ein Programm anlegt. Mit der Endung PRN werden jedoch auch die Druckertreiber der Textverarbeitung Euroscript/Xywrite gekennzeichnet. PRN selbst steht fuer den ersten angeschlossenen parallelen Drucker, an den eine Datei direkt unter DOS geschickt wird.

Kameras fuer VGA-Schuesse

P. Budgereit*, Ronnenberg: Fuer die Dokumentation unseres Netzwerks in einem Windows-Programm suchen wir eine einfache Bildkamera, mit der einzelne Komponenten in VGA-Qualitaet aufgenommen werden koennen.

Die Redaktion: Wenn mit VGA-Qualitaet die Standardaufloesung von 640 mal 480 Bildpunkten gemeint ist, so muessen wir passen. Saemtliche uns bekannten Einfach-Kameras bieten nicht diese Aufloesung. Am naechsten kommt Ihren Anspruechen noch Apples "Quicktake", die 640 mal 480 Bildpunkte interpolieren kann, jedoch Bilder im Mac-Format liefert - diese muessen also erst konvertiert werden. Etwas hoeher liegt die Aufloesung bei der "Canon Ion RC560" mit 760 mal 552 Punkten. Diese Kamera kostet bereits mit Karte knapp 8000 Mark, was Ihr Projekt erst einmal rechtfertigen muss. Unser Alternativvorschlag: Einfache Prospektfotos einscannen (lassen) oder mit abstrakten Umrissen arbeiten. Das von der Marburger CCP Software (Fax: 06 421/24 085) vertriebene Organigrammpaket "Visio" kommt mit einem umfangreichen Satz solcher Symbole.

Marketing im Internet

G. Laemmle, Baldham: Wir arbeiten an einem Forschungsprojekt ueber Marketing und Support im Internet. Gibt es dafuer aktuelle Daten ueber den deutschen Softwaremarkt? Wir suchen ausserdem Adressen zum Meinungsaustausch, fuer Anregung und Ideen bezueglich Kommerz im Internet.

Die Redaktion: In diesem Punkt sind Sie am besten mit dem Internet (etwa dem Commercenet) selbst bedient. Sowohl in der internationalen .biz-Hierarchie wie auch in den deutschen News- Gruppen sollten genuegend Anregungen zu diesem Thema zu finden sein. Daneben sind die FAQs (Frequently asked Questions) zur Norddeutschen Datenautobahn und zur Deutschen Datenautobahn eine gute Quelle. Gesammelte Daten ueber den deutschen Softwaremarkt auf dem Internet sind nicht vorhanden, es gibt jedoch aufschlussreiche Selbstdarstellungen des Firmensupports wie www.novell.de. Schliesslich bieten sich noch US-Buecher zu diesem Thema an: Das etwas langatmige Werk von Mary J.

Cronin "Doing Business on the Internet" (Van Nostrand Reinhold), Alfred Glasbrenners "Making Money on the Internet"

(McGraw-Hill, zirkuliert im Netz) und der Waelzer "Internet Unleashed" (Sams Publishing) liefern einen Einstieg.

*Namen von der Redaktion geaendert