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28.10.1994

Faxline Laserjet im Decnet

H.Klotz, Duesseldorf: Wie koennen wir einen HP Laserjet 4M als Third-party-Printer an einen DEC-Server oder PC anschliessen, so dass netzwerkweit Postscript- und ANSI-Ausdrucke aus den Applikationen moeglich sind?

Die Redaktion: Fuer diejenigen Faelle, in denen Drucker nicht direkt das gewuenschte Protokoll unterstuetzen, empfiehlt sich der Einsatz von Druckerboxen. Die "EPS1" von Lantronix und der "Netport Express" von Intel waeren solche Boxen, die Decnet verstehen. Ansonsten bleibt nur die Alternative eines Tausches mit Geraeten, die auch das DEC-Protokoll verstehen, etwa die QMS-Reihe mit der Crownnet-Option oder die Talaris-Printstations.

Umgeleiteter Ausdruck

B. Suckfuell, Muenchen: Wie kann ein in eine Datei umgeleiteter Ausdruck spaeter auf den Drucker ausgegeben werden? Es handelt sich um Dokumente (Winword) und Folien (Powerpoint) mit Grafiken. Der Copy-Befehl auf LPT fuehrt zum Abbruch.

Die Redaktion: Die einfache Umleitung in eine Datei funktioniert nur bei reinen ASCII-Texten. Grafikinhalte koennen nicht direkt druckbare Sequenzen enthalten. So fuehrt Ctrl-M zum Zeilenvorschub oder Ctrl-Z, das als Zeichen fuer das Datei-Ende interpretiert wird, zum Abbruch des Ausdrucks. Daher kennen viele Programme die Moeglichkeit, eine "Druckdatei" zu erstellen. In ihr steht vor jeder zu druckenden "Zeile" die Steuerinformation fuer Ihren Drucker. Wollen Sie diese Moeglichkeit unter Winword und Powerpoint einsetzen, so muessen die Dateien ueber den Druck-Manager von Windows ausgedruckt werden - der DOS-Befehl ist dafuer nicht geeignet.

Keine Platte unter Windows

F. Bernhard*, Kassel: Wir haben auf einem unserer PCs (Compaq Prolinea), der in einem Netz ueber Windows for Workgroups mit IBM- PS/2-Systemen arbeitet, beim Start folgende Meldung:

"Der Microsoft-Windows-Festplattentreiber (WDCTRL) kann nicht geladen werden". Wir haben unseres Erachtens keine Veraenderungen an der Installation vor Monaten vorgenommen. Wie loesen wir das Problem?

Die Redaktion: Die Meldung deutet darauf hin, dass der 32-Bit- Fastdisk-Festplattentreiber von Windows nicht richtig arbeiten kann. Er benoetigt generell 100prozentig kompatible Controller zum WD-1003 von Western Digital. In Ihrem speziellen Fall weist alles auf einen Fehler beim Aufruf des Interrupts 13h (Get Drive Parameters) hin. Daher muessen Sie zunaechst mit einem Hilfsprogramm wie "Checkit Pro" oder den "Norton Diagnostics" feststellen, ob die Platte einen Defekt hat. Dann muessen Sie mit Hilfe der Diagnoseprogramme feststellen, ob ein anderes Programm installiert wurde, das sich in den Interrupt einklinkt. Der Speicher-Manager "Qemm" von Quarterdeck Office waere ein solches Programm. Sollte dies alles nicht helfen, so muessen Sie den 32-Bit-Zugriff in dem Abschnitt 386enh der Datei System.ini auskommentieren oder loeschen.

SLIP auf den Punkt gebracht

W. Denner*, Neu-Isenburg: Koennen Sie uns moeglichst einfach den Unterschied zwischen den Protokollen SLIP, C-SLIP und PPP erklaeren? Welches ist das Beste fuer den Anschluss an das Internet?

Die Redaktion: Alle drei Kuerzel stehen fuer Protokolle, die ueber ein Modem eine Verbindung herstellen, die wiederum von dem Netzwerkprotokoll TCP/IP benutzt werden kann. In dieser Kombination haengt dann Ihr Rechner direkt am Netz. SLIP ist die einfachste Variante, die sich bei der Absicherung im wesentlichen auf die Intelligenz der Modems verlaesst. Eine Variante davon stellt C-SLIP dar - sie kann von sich aus komprimieren. PPP ist ein umfangreiches Protokoll mit Fallback-, Kompressions- und anderen Moeglichkeiten. Als Analogie koennen Sie die Class-1- und Class-2- Standards bei den Faxmodems heranziehen. Eine Empfehlung fuer ein einzelnes Protokoll koennen wir nicht geben. Das haengt vielmehr davon ab, was Ihr Provider anbietet und was die von Ihnen benutzte TCP/IP-Software unterstuetzt. Insgesamt ist PPP die fortgeschrittene Loesung.

Verschluckt Rumba Umlaute?

B. Feldmeyer, Noerdlingen: Wenn wir unsere AS/400-Datenbestaende (etwa unsere Adressen) ueber Rumba 2.0 auf unsere Clients herunterladen, um sie mit Lotus Ami Pro weiterzuverarbeiten

(zum Beispiel fuer Serienbriefe), werden die Umlaute nicht richtig umgesetzt. Werden die Datenbestaende ueber den IBM-PC-Support heruntergeladen, so stimmen die Umlaute in Ami Pro. Wir stehen bis jetzt wegen des Problems mit Wall Data (Rumba), IBM und Lotus in Kontakt. Jeder behauptet, dass der andere eine Loesung finden muesste. Bislang konnten wir lediglich in Erfahrung bringen: Rumba wandelt das DIF-Format in ANSI um, und der PC-Support endet bei ASCII.

Die Redaktion: Ami Pro ist in der Lage, ein vorhandenes ASCII- Format zu erkennen und Windows-gerecht umzuwandeln. Von daher erklaert sich die erfolgreiche Umlaut-Integrierung ueber PC-Support. Wenn Sie jedoch Rumba einsetzen wollen, so darf das Programm nicht die Konvertierung nach ANSI vornehmen, da Ami Pro selbst von Haus aus DIF-Dateien unterstuetzt.

Software je nach Leistung

F. Gessner*, Bremen: Fuer unser Netzwerk (Netware 3.12) suchen wir eine Moeglichkeit zur automatischen Softwaredistribution in Abhaengigkeit von der vorhandenen Hardware und der Leistungsfaehigkeit der Rechner. Im Einsatz sind Windows- und OS/2- Stationen, aber auch Macs.

Die Redaktion: Hinter dem Begriff Leistungsfaehigkeit kann sich vieles verbergen. Im einfachsten Fall ist dies eine Kennzahl, etwa der verwendete Prozessor und seine Taktrate, die in einem Inventurprogramm hinterlegt ist. In dieser Form arbeitet etwa das "Software Update and Distribution System" (SUDS) von Frye (ISM, Fax: 061 03/6 88 88). Etwas anders sieht es aus, wenn sie eine Messgroesse verwenden wollen. Ein solches Verfahren waere der aus mehreren Faktoren gebildete SI-Index der Norton-Benchmark- Programme. Diese koennten Sie einzeln messen und in die Inventurbank eintragen, was uebrigens auch der "Norton Administrator for Networks" erledigt (Symantec, Fax: 02 11/9 91 72 22). Die Leistungsmessung erstreckt sich nicht auf die Macs, die sonst aber voll unterstuetzt werden.