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01.07.1983 - 

Französische Bauelemente-Industrie in Schwierigkeiten:

Fehlbetrag bei ICs trotz Subventionen

PARIS (VWD) - Mit Problemen kämpfen französische Hersteller elektronischer Bauteile. Der Fehlbetrag der Handelsbilanz für diesen Bereich erhöhte sich um knapp 1.5 Milliarden Francs.

Die französischen Hersteller von elektronischen Bauteilen meldeten zwar 1982 eine Umsatzsteigerung um zwölf Prozent auf 13,3 Milliarden Francs, die reale Wachstumsrate blieb jedoch in den letzten zwei Jahren hinter der Inflationsrate zurück. Die Einfuhr stieg um 21 Prozent, die Ausfuhr dagegen um nur vier Prozent, so daß sie 1982 lediglich 77 Prozent der Einfuhr deckte gegenüber 90 Prozent 1981 und 103 Prozent 1979. Von 1981 auf 1982 erhöhte sich der Fehlbetrag der Handelsbilanz für elektronische Bauteile von 0,8 Milliarden auf 2,2 Milliarden Francs. Die Produzenten machen für diese ungünstige Entwicklung zu hohe Soziallasten und die scharfe Konkurrenz von Niedriglohnländern verantwortlich, schreibt die Bundesstelle für Außenhandelsinformation (BfAI), Köln.

Zu berücksichtigen ist aber auch, daß 1982 die einheimische Produktion um 2,1 Milliarden Francs unter dem Gesamtinlandsabsatz von 15,4 Milliarden Francs lag. Die Ausfuhr von Halbleitern erreichte einen Wert von 2,7 Milliarden, die Einfuhr 3,7 Milliarden Francs. Die entsprechenden Zahlen waren 1982 für passive Bauteile 3,3 Milliarden Francs und 4,5 Milliarden Francs. Einen Aktivsaldo erzielt die französische Industrie nur noch bei elektronischen Röhren sowie in geringerem Maße bei Kondensatoren und Steckern.

Die Hersteller von aktiven Bauteilen und vor allem von elektronischen Schaltungen hoffen, den Fehlbetrag der Außenhandelsbilanz in den kommenden Jahren beseitigen zu können, sobald die Werke der beiden maßgebenden Produzenten Eurotechnique und Matra, die erst 1981 die Produktion aufnahmen, auf vollen Touren laufen. 1982 stieg die französische Nachfrage schneller als das Angebot, so daß aktive Bauteile im Wert von 1,5 Milliarden Francs eingeführt werden mußten bei einer Ausfuhr von 670 Millionen Francs. Diese Sparte erhielt zwischen 1978 und 1983 staatliche Subventionen und Bethilfen von 1,25 Milliarden Francs.