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26.03.1976 - 

Fachtagung Programmiersprachen

Fehler im Mittelpunkt

ERLANGEN - Die Korrektheit von Programmen und die damit zusammenhängenden Fragen entwickelten sich zum zentralen Thema der diesjährigen 4 Fachtagung über Programmiersprachen, zu der sich in Erlangen auf Einladung der Gesellschaft für Informatik 260 Fachleute aus Hochschulen und Industrie trafen.

Nachdem das Auffinden syntaktischer Fehler (Formfehler) kein Problem mehr ist, ging es hauptsächlich um die automatische Erzeugung entsprechender Routinen aus formalen Syntaxbeschreibungen. Unter anderem wurde das Problem behandelt, nach Auffinden eines Fehlers mit der Syntaxprüfung neu aufzusetzen, wobei aus Effizienzgründen "Backtracking" ausscheidet.

Bei semantischen Fehlern ist inzwischen bekannt, daß nur ihre Existenz, nicht aber ihre Abwesenheit nachgewiesen werden kann. Um so wichtiger seien - so meinten die Teilnehmer - auch hier exakte Methoden. Als Hauptproblem stellte sich dabei jedoch immer mehr die mathematisch saubere Formulierung der Eigenschaften heraus, die das Programm haben soll. Gelingt dies, zum Beispiel mit den Formeln der mathematischen Logik, so gibt es bereits heute Verfahren, die nachweisen können, daß das vorgelegte Programm fehlerfrei ist.

Drei verschiedene Methoden, Verifikationsbedingungen längs der Programmpfade aufzustellen, wurden in einem Übersichtsreferat von James King (IBM, Yorktown Heights) einander gegenübergestellt. Bei Berücksichtigung der umfangreichen symbolischen Rechnungen werden sich derartige Verfahren kaum anders als im Rahmen von Dialogsystemen durchsetzen können.

Obwohl die Zahl der Teilnehmer aus der Industrie groß war, kamen aus diesem Kreis genug Vorträge. Die oft beklagte Praxisferne der Vorträge aus dem Universitätsbereich sprach der Tagungsleiter Prof. Dr. H.-J. Schneider in seinem Schlußwort an: Die früher (zum Beispiel 1971 auf der 1. Tagung) vorgetragenen Ideen stellten zwar heute erkannte Verfahren in weiten Bereichen der Praxis dar. Dennoch seien Vorträge von Praktikern sehr wichtig, weil die Lehre an den Hochschulen eine Rückmeldung über praktische Erfahrungen benötige.