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30.08.1991 - 

Hewlett-Packard tritt als OEM-Anbieter auf

Fehlertoleranter Sequoia-Rechner läuft unter Unix-Betriebssystem

MÜNCHEN (CW) - Eine neue Serie fehlertoleranter Systeme hat der US-Hersteller Sequoia angekündigt. Die Rechner laufen unter Unix und sollen eine Rechenleistung von 400 bis 500 Transaktionen pro Sekunde (tps) erreichen. Neben Sequoia wird Hewlett-Packard die neuen Rechner als OEM-Produkt verkaufen.

Kernstück der neuen Systeme mit der Bezeichnung "Serie 400" ist der Motorola-Prozessor 68040. Bis zu 32 CPUs dieses Typs mit 20 MIPS Durchsatz und 256 KB bis 1 MB Cache-Speicher können in einem Rechner zusammengefaßt werden. Als Standard-Betriebssystem ist eine auf fehlertolerante Rechner zugeschnittene Unix-Version vorgesehen. Darüber hinaus kann auch das im kommerziellen Anwenderbereich verbreitete Betriebssystem Pick eingesetzt werden. Die Rechner können ohne Betriebsunterbrechung durch Hinzufügen von Prozessoren, Speicher- und E/A-Modulen ausgebaut werden. Ebenfalls ohne Unterbrechung erfolgt auch der Austausch von Komponenten zur Reparatur oder Wartung. Alle Systembestandteile werden von einer Monitor-Software kontinuierlich überwacht. In der höchsten Ausbaustufe mit 32 Prozessoren erreicht das neue System nach dem AIM-Benchmark mehr als 640 MIPS. In Kombination mit dem neuen "Parallel-Server-Relational-Database-System" der Oracle Corp. können Serie-400-Anwender nach Herstellerangaben die zur Zeit umfangreichste Palette an Anwendungssoftware für fehlertolerante Rechner einsetzen. Besonders Anwender mit zeitkritischen Applikationen seien jetzt nicht mehr auf proprietäre Systeme angewiesen, sondern könnten auf das breite Angebot an Unix-Software zugreifen. Zu den Zielgruppen gehören die Branchen Handel, Telemarketing, Flugüberwachung, Finanzdienstleistungen und Telekommunikation.

Aus Hewlett-Packard-nahen Kreisen wurde mittlerweile bekannt, daß HP den Sequoia-Rechner unter der Bezeichnung HP 9000, Serie 1200, vertreiben wird. Bisher hatte HP fehlertolerante Rechner nur in den USA und Fernost angeboten. Im Hinblick auf den Markt im Telekommunikationsbereich will HP in Zukunft diese Systeme auch in Europa vermarkten. In der HP-Version wird eine Unix-Version - HP-FX - als Betriebssystem eingesetzt. Dieses speziell auf fehlertolerante Rechner abgestimmte System ist kompatibel zu HPs USL-Unix.