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31.03.2000 - 

Netzzugangstechniken/Kommentar

Fehlt der Wille zum Ausbau?

0,40 Gigabit/s oder gar Terabit/s - der Bandbreite in den großen globalen Backbones scheint keine Grenze gesetzt zu sein. Während auf den großen Highways das Geschwindigkeitslimit laufend nach oben geschraubt wird, sind aber die Zufahrtswege nach wie vor verkehrsberuhigte Zonen. Wer sich keine Standleitung leisten kann, muss sich mit dem bescheidenen ISDN-Tempo begnügen. Alternative Techniken gibt es von xDSL über Satellitverbindungen bis zum Kabelfernsehnetz zwar genügend, doch ihr Praxiseinsatz scheitert häufig an der Verfügbarkeit oder dem Preis. Nehmen wir nur "T-ISDN dsl", wie die ADSL-Spielart der Telekom heißt, die bereits Ende 1999 in den bundesdeutschen Metropolen verfügbar sein sollte. Wer heute im Frühjahr 2000 die DSL-Hotline anruft, wird eines Bessern belehrt: Weite Teile dieser Großstädte sind noch nicht mit ADSL versorgt. Noch trauriger sieht die Situation beim Alternativmedium Kabelfernsehen aus. Statt dass die Anbieter die technischen Probleme aus dem Weg räumen, passiert erst einmal nichts, da Brüssel die Telekom zum Verkauf drängt und der Carrier mauert, um einen möglichst hohen Erlös zu erzielen. Die Zeche zahlen dabei die bandbreitenhungrigen Endbenutzer, die weiter auf einen schnellen Zugang warten müssen. Denn der vielgepriesene Umweg via Satellit ist in der Praxis noch eine Einbahnstraße. Die Satellitenbetreiber haben nämlich schlicht verschlafen, zweikanalfähige Terminals zu bezahlbaren Preisen zu entwickeln. 3000 Mark und mehr sind Kosten, die der Massenmarkt heute wohl kaum akzeptiert. Letztlich braucht die Branche vielleicht weniger neue Übertragungstechniken als vielmehr - ähnlich wie im Straßenverkehr - einen Bundeswegeplan, der Anwendern, Carriern und Service-Providern Planungssicherheit gibt.