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Gipsy kümmert sich um Abwasserentsorgung:


21.10.1983 - 

Fernüberwachung auf Motorola 6809 realisiert

AACHEN (pi) - Ein Industrieanlagen-Überwachungssystem, genannt Gipsy, hat die GEI, Dortmund, auf der Basis eines Motorola 6809 realisiert. Horst Pollmann, Bereichsleiter DB und Informationssysteme, beschreibt, wie das System für eine Abwasserentsorgung funktioniert. Die Anlagen sind verstreut und schlecht zugänglich: die Kommunikation zwischen Zentrale und Unterstation erfolgt über Datex-L.

Es geht um weit voneinander entfernt liegende Pumpwerke im Raum Hamburg, die von einer Zentrale aus überwacht werden müssen. In einer Anlage wurde das Mikrocomputersystem Gipsy installiert, das die Pumpen schaltet und kontrolliert, den pH-Wert des Abwassers überprüft, Grenzwertüberschreitungen festhält und Zustandsänderungen verschiedener Meßgrößen an die Zentrale weiterleitet. Die Kommunikation zwischen Zentrale und Unterstation wird über das Datex-L-Netz der Deutschen Bundespost abgewickelt.

Im einzelnen hat ein Gipsy-Mikroprozessor in der Unterstation folgende Aufgaben zu erfüllen:

- Er erfaßt und speichert Stromverbrauch, Durchflußmenge und Arbeitszeit der einzelnen Pumpen.

- Er registriert den Säuregehalt des Abwassers und hält Grenzwertüberschreitungen mit Zeitpunkt und Dauer fest.

- Bei Anfrage der Zentrale oder bei Speicherüberlauf übergibt er die Meßwerte an die Zentrale.

- Einige festgelegte Zustandsänderungen - Alarme - meldet er augenblicklich an die Zentrale

In der Zentrale werden die gemeldeten Werte aufbereitet und als Protokoll ausgedruckt. Alarmmeldungen werden unüberhörbar (Klingelanlagen) dem Bedienungspersonal mitgeteilt.

Die Kommunikation zwischen den Mikroprozessoren geschieht über eine V-24-Karte und entsprechende Modems. Ein Gipsy kann mehrere Datex-L-Leitungen gleichzeitig und unabhängig voneinander bedienen. Sämtliche Daten- und Steuerinformationen wurden im ASCII-Code übermittelt. Wenn eine Verbindung aufgebaut ist, werden Anfragen und Steuerungen über ein gesichertes Halbduplex-Protokoll mit ACK/ NAK-Handshake übermittelt. Zahlreiche Sicherungen, wie zum Beispiel Timeouts, verhindern Netzblockaden. Alle Anforderungen der Deutschen Bundespost werden laut Herstellerinformation von der Datex-L-Software des Gipsy voll abgedeckt. Eine generelle FTZ-Zulassung für Gipsy liegt vor.

Informationen: GEI, 4600 Dortmund, Florianstraße, Telefon 0231/121071.