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24.04.2008

Festnetz-Konkurrenten der Telekom: 2008 Umsatz über 6 Mrd EUR

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die im Bundesverband Breitbandkommunikation BREKO zusammengeschlossenen Netzbetreiber haben 2007 einen Umsatz von 5,6 Mrd EUR und damit - bereinigt um Firmenzugänge - ein Plus zum Vorjahr von 20% erwirtschaftet. Die Unternehmen, die nach Angaben des Verbandes 99% des Festnetz-Wettbewerbs der Deutschen Telekom repräsentieren, werden im laufenden Jahr zudem die 6-Mrd-EUR-Umsatzgrenze überschreiten, erklärte Präsident Peer Knauer am Donnerstag in Köln.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die im Bundesverband Breitbandkommunikation BREKO zusammengeschlossenen Netzbetreiber haben 2007 einen Umsatz von 5,6 Mrd EUR und damit - bereinigt um Firmenzugänge - ein Plus zum Vorjahr von 20% erwirtschaftet. Die Unternehmen, die nach Angaben des Verbandes 99% des Festnetz-Wettbewerbs der Deutschen Telekom repräsentieren, werden im laufenden Jahr zudem die 6-Mrd-EUR-Umsatzgrenze überschreiten, erklärte Präsident Peer Knauer am Donnerstag in Köln.

Knauer sieht in diesem Wachstum die Strategie des eigenen Infrastrukturausbaus bestätigt. Diesen Erfolg habe man eher trotz als wegen der Regulierungsvorgaben erreicht. Die Miete der Teilnehmeranschlussleitung sei mit 10,50 EUR im europäischen Vergleich immer noch zu hoch und man subventioniere immer noch mit rund 2 Mrd EUR Terminierungsentgelten pro Jahr die Preisgestaltung der Mobilfunker.

Unzufrieden ist der Verband insbesondere mit der Länge der Verfahren bei der Bundesnetzagentur. Es gehe nicht an, dass sich beispielsweise die Beratungen über den Standardvertrag zur Teilnehmeranschlussleitung über zwei Jahre hingezogen hätten und entscheidende Missbrauchsverfahren "nicht stringent genug" angegangen würden.

Knauer plädierte für "ein preisbewussteres Entgeltmanagement" durch die Bundesnetzagentur. Nicht hinnehmbar seien Entscheidungen, die "eine weitere Entwertung der vorhandenen und zu schaffenden TK-Infrastruktur herbeiführen würden" und das Konsistenzgebot unterliefen.

Insbesondere bei der Festlegung des Entgeltes für den IP-Bitstrom-Zugang am 13. Mai fordere man "ein klares Signal für den Werterhalt von TK-Infrastruktur". Ein zu niedriges Bitstrom-Entgelt würde ein weiteres Mal die Reseller bevorzugen, die kaum eigene Infrastruktur hätten und ihre Dienste einfach Huckepack auf den Netzen anderer transportierten. Das müsse seinen Preis haben.

Ohne weitere regulatorische Hemmnisse erwartet der Verband ein Wachstum der DSL-Anschlusszahlen bei den Mitgliedern von 6,1 Mio (2007) auf 7,5 Mio im laufenden Jahr. Derzeit stellten die Firmen rund ein Drittel aller etwa 20 Mio DSL-Anschlüsse in Deutschland.

1,1 Mrd EUR wollen die Unternehmen 2008 in den weiteren Netzausbau stecken, vor allem um die Projekte Fiber to the Home" anzustoßen. Dies mache allerdings nur dann Sinn, wenn eine geeignete Lösung unter Einbeziehung der jetzigen Netzstruktur mit den Telekom-Hauptverteilern gefunden werde. Für die notwendige Umstellung bräuchten die BREKO-Unternehmen einige Jahre Zeit.

Webseite: http://www.brekoverband.de DJG/rib/mim

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