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18.07.1980 - 

Hewlett Packards Neuankündigungen für HP 250:

Festplatte und Netzwerk-Software

BÖBLINGEN (rs) - Die Hewlett Packard GmbH rüstete ihr System 250 jetzt mit einer 12,1 MB Winchester Platte aus. Die bisherige Version mit drei Diskettenlaufwerken wird nicht mehr angeboten. Der Preis soll sich dem Unternehmen zufolge nicht ändern. Ferner gab der Hersteller Systemerweiterungen wie größerer Zusatz-Hauptspeicher und RJE-Software bekannt.

Die mittlere Zugriffszeit beträgt bei der neuen Platte 70 Millisekunden, die Datenübertragungsrate 526,7 KB pro Sekunde. Hinzu kommt eine separate 1,2 MB Diskette, über die Daten geladen und gesichert werden können.

Weiter steht dem Anwender jetzt ein größerer Zusatz-Hauptspeicher für weniger als 45 Mark pro KB, eine Netzwerk- und RJE-Software für den Rechnerverbund sowie eine Lese-/ Schreibeinrichtung für IBM 3741 formatierte Disketten zur Verfügung.

Die neuen 128 KB Speicherplatinen (Memory Boards) kosten rund 5700 Mark. Der Preis für 1 KB Speicherkapazität reduziert sich um fast 40 Prozent auf unter 45 Mark, wobei sich die maximale Größe des für den Benutzer verfügbaren Hauptspeichers auf 384 KB für die Maximalkonfiguration der HP 250 mit sechs Terminals erhöht, teilt HP mit.

Um jedem Anwender dieses Multi-User-Systems maximale Leistung zu sichern, werden den einzelnen Terminals Speicherbereiche von 32 oder 64 KB im Hauptspeicher zugeordnet. Damit entfällt das Ein- und Auslagern von Programmen zwischen Platte und Hauptspeicher (Swapping) sowie komplizierte Speicherverwaltungssysteme. Der Hauptspeicher des Systems muß demnach mindestens 32 KB pro Terminal erfassen. Jede 64 KB Speicherplatine kostete bislang 4655 Mark, das entsprach etwa 73 Mark für

1 KB.

Kommunikation über RJE

Der Schnittstellen-Einschub INP/ 250 (Intelligent Network Processor) ermöglicht laut HP Systemverbindungen synchron über Wählleitung, Standleitung oder eine interne direkte Rechnerverbindung. Der Einschub enthält einen 16 Bit Mikroprozessor mit 32 KB Speicher, der die HP 250 von allen Steuerungs- und Überwachungsaufgaben für Datenübertragung entlastet. Der INP/250 Prozessor unterbricht die HP 250 nur, um den Abgang oder den Empfang eines Datenblocks zu melden. Unterstützt wird diese Hardware durch das Software-Paket RJE/250, mit dem ein 2780/3780 Remote-Job-Entry-Terminal emuliert wird. So kann die Verbindung zu einem Großrechner hergestellt werden. Die Datenübertragung und Kontrolle erfolgt auf der Basis des Bisynch-Protokolls (Binary-Synchronous Communication). Für den Verbindungsaufbau und die Datenübertragung stehen dem Anwender programmierbare Funktionstasten zur Verfügung, mit denen er über Hinweise auf dem Bildschirm die gewünschten Funktionen aufrufen kann. Die Datenübermittlung läuft im Hintergrund ab und setzt die Zentraleinheit der HP 250 für andere Aufgaben frei.

Den neuen Kommunikations-Prozessor INP/250 und die RJE-Software sieht HP nicht nur als Erweiterung des Angebots für OEM-Kunden, sondern auch als Möglichkeit für DV-Leiter, HP 250 Systeme im Rahmen des Distributed Processing für dedizierte kommerzielle Anwendungen in Ergänzung zu Großrechnern einzusetzen. Hewlett Packard unterstützt Synchron-Modems (RS 232) für Voll- oder Halb-Duplex-Leitungen sowie automatische Wähleinrichtungen (RS 366). Abhängig von den eingesetzten Modems sind Übertragungsraten von 1200 bis 4800 Baud mit Wählleitungen, oder 2400 bis 19 200 Baud mit Standleitungen technisch möglich. Allerdings müssen einschränkende postalische Bestimmungen berücksichtigt werden.

Die Software RJE/250 wird in Verbindung mit der Hardware des INP/ 7250 Prozessors angeboten und kostet 7000 Mark.

Eine wichtige Erweiterung im Zusammenhang mit einer kürzlich freigegebenen Revision des Betriebssystems der HP 250, ist nach Angaben des Herstellers, die Lese-/Schreibmöglichkeit für Disketten im IBM 3741 Format. Die Disketten werden auf einer Seite mit einfacher Dichte beschrieben, so daß sich eine Speicherkapazität von 256 K Byte pro Diskette ergibt. Auch das Arbeiten mit doppelter Dichte auf einer Diskettenseite ist möglich, so daß Daten mit anderen HP Computer-Systemen in einem von HP definierten Format ausgetauscht werden können. OEMs und Endbenutzer können jetzt einerseits bei einem Systemwechsel ihre Daten von anderen Systemen auf eine HP 250 übernehmen, andererseits können Daten von einer HP 250 auf andere Systeme übertragen werden, wenn sich dafür die Notwendigkeit ergibt.

Informationen: Hewlett Packard GmbH, Berner Str. 117, 6000 Frankfurt/Main 56, Tel. 06 11/ 5 00 41