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18.01.1991 - 

Wirtschaftsinformatiker brauchen mehr Stellen

FH-Professoren fühlen sich finanziell im Stich gelassen

WEDEL/HOLSTEIN (CW) - Auf seiner dritten Jahrestagung beklagte der Arbeitskreis Wirtschaftsinformatik an Fachhochschulen im Fachbereichstag Informatik die weiter anhaltende Überlastung der Professoren und die unzureichende Ausstattung. In einem jetzt veröffentlichten Papier heißt es dazu lapidar: "Es tut sich letztlich nichts."

Der Arbeitskreis - ein Zusammenschluß von 28 Fachbereichen an Fachhochschulen, bei den Wirtschaftsinformatik im Vollstudiengang beziehungsweise als Schwerpunkt- oder Vertiefungsstudium angeboten wird - würde es bedauern, wenn die Fachhochschulen aufgrund dieser ungelösten Problematik und damit "schleichender Qualitätsverluste" zur Bedeutungslosigkeit absinken würden. Immerhin, so der Arbeitskreis, stellten die FH-Absolventen in so wichtigen Berufsfeldern wie den Ingenieurwissenschaften und der Informatik 50 bis 70 Prozent der Absolventen.

Die Wirtschaftsinformatiker verlangen eine Weiterqualifikation von Diplom-Inhabern und in diesem Zusammenhang auch das Promotionsrecht für FH-Absolventen. Es könne niemand bestreiten, so der Arbeitskreis, daß "wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Arbeiten im Paradigma der Fachhochschulen auf dem Niveau einer Dissertation möglich sind". Ganze Aufgabengebiete lägen dadurch brach, was insbesondere für die mittelständische Industrie ein Problem darstelle. Qualifizierten FH-Absolventen, so die Forderung, müsse die unmittelbare Promotionsmöglichkeit an Universitäten eingeräumt werden.

Die FH-Professoren verlangen des weiteren, daß bei der Neueinrichtung von Fachhochschulen in den fünf neuen Bundesländern sowohl auf den Praxisbezug als auch auf die wissenschaftliche Fundierung geachtet werden müsse, um einen Qualitätsverlust ihrer Institution zu vermeiden.

Zur Verbesserung ihrer Situation fordern die Hochschullehrer die Reduktion ihrer Unterrichtsstunden von 18 auf zwölf Stunden, den Aufbau einer personellen Infrastruktur, etwa

durch das Einrichten von Rechner-, PPS- oder KI-Labore, sowie die strikte Einhaltung des Numerus clausus.