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06.06.2005

Filenet forciert den Umbau zu einem ECM-Anbieter

Die Dokumenten-Management-Company nähert sich mit der aktuellen Version von P8 ihrem Ziel, sich als Enterprise-Lieferant zu etablieren.

Auf der europäischen UserNet-Konferenz in Prag kündigte Filenet weitere Funktionen für sein Enterprise-Content-Management-(ECM-)System "P8" an (siehe Seite 18). Rund zwei Jahre nach Einführung dieser Plattform nähert sich die kalifornische Firma ihrem Ziel eines umfassenden Software-Portfolios, mit dem sich unternehmensweit alle Arten von unstrukturierten Daten verwalten lassen. Filenet transformiert sich dabei von einem DMS-Lieferanten zu einem Anbieter von Enterprise-Software.

Die für ein solches Vorhaben erforderlichen Investitionen tragen wesentlich zur Konsolidierung des ECM-Marktes bei. Dort zeichnet sich bereits mit IBM, ECM/Documentum, Filenet und Opentext eine Führungsgruppe von vier großen Playern ab. Laut Filenet-CEO Lee Roberts sind in die Entwicklung von P8 bereits 200 Mannjahre geflossen. Trotzdem soll das Budget für Forschung und Entwicklung im nächsten Jahr auf 100 Millionen Dollar ansteigen. Der Konkurrent Opentext will innerhalb von zwei Jahren sogar 500 Millionen Dollar ausgeben, um sein heterogenes Portfolio auf eine Architektur zu bringen.

Im Gegensatz zur IBM und Opentext setzte Filenet primär auf Eigenentwicklung und verzichtete weitgehend auf Zukäufe. So verstärkten sich beim zunehmend wichtiger werdenden Records Management einige Konkurrenten (etwa IBM mit Tarian, Vignette mit Tower oder Interwoven mit Software Intelligence) durch Akquisitionen, Filenet hingegen brachte sein eigenes System im letzten Jahr auf den Markt. Auf der Konferenz in Prag kündigte das Unternehmen indes an, dass es ebenfalls Zukäufe plane, allerdings nicht in seinem Kerngeschäft.

Im Vergleich zu anderen ECM-Anbietern konzentriert sich Filenet besonders auf das Business Process Management (BPM). Seine schon in DMS-Zeiten mächtigen Workflow-Funktionen sollen nun in einer Web-Service-Welt das Rückgrat für alle Dokumenten-zentrierten Abläufe bilden. Die übergreifende Definition von Geschäftsprozessen sieht vor, dass ERP- oder CRM-Systeme als Bausteine eingebunden werden. Diesem ehrgeizigen Vorhaben dient auch die kürzlich verlautbarte Kooperation mit Ilog, dem französischen Anbieter von Rules Engines. (ws)