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05.09.1980 - 

Systor AG zum zehnjährigen Bestehen mit Sonderleistung:

Filepac auf Wunsch mit Gratis-Feature

05.09.1980

ZÜRICH (je) - "Filepac", das von der Züricher Systor AG als "universelles Hilfsmittel für alle Arten von Datenverarbeitung" offeriert wird, kommt ab 1. Oktober in Release 4.0 auf den Markt. Das seit zehn Jahren bestehende Haus Systor macht seinen Kunden die neue Version als Jubiläumsangebot schmackhaft.

Zu den bisherigen Filepac-Anwendern gehören beispielsweise die Nürnberger SEL und die Schweizerische Gewerbekasse in Zürich. Das neue Filepac ist um ein (optionales) Sort-Feature, ein Subroutinen-Konzept, eine erweiterte Adressierung und verschiedene Parm-Optionen erweitert worden (Parm= Parameter). Filepac Rel. 4.0, versichert Systor, ist voll kompatibel zu den früheren Versionen.

Systor-Systems Engineer Heinrich Jegen beschreibt die Filepac-Erweiterurgen so: Filepac erlaubt es, den IBM oder einen IBM-kompatiblen Sort aufzurufen und mit Filepac-Statements Sort-Exits (Input Exit E15/ Output Exit E35) zu schreiben.

Sort-Feature

Damit kann beispielsweise auf einfache Art eine Liste nur vom Input abweichender Sortierung erstellt werden. Die Sort-Exits werden wie die nachstehend beschriebenen Subroutinen codiert:

Beispiel 1: (Sortieren und Auflisten von Karten)

IPF=SQ OPF=PR, 80, 800

FIRST

SORT, IPF(1),EXIT35(2),'SORT

FIELDS=(2,1, CH, A)'

IF RETCD, NE, F'0' THEN

GOABEND IFEND

GOEND

NORMAL

SUBR-EXIT35

IF RETCD, EQ, F'8' THEN

GOEXIT

ELSE

1,1,80 PUT

IFEND

SUBREND

END

(1) Default Input Exit E15

(2) Output Exit E35 in Subroutine

EXIT35 definiert

Im Filepac können jetzt auch Subroutinen codiert und ausgeführt werden. Als Sort-Exits definierte Subroutinen können auch als normale Subroutinen angesprochen werden. Beispiel 2 erläutert diese Neuerung:

Beispiel 2: (Aufruf Subroutine A und aus dieser Aufruf von Subroutine B)

-

-

DOSUBRA-A

-

-

SUBR-A

-

-

DOSUBR-B

-

-

SUBREND

SUBR-B

-

-

IF 1, EQ, C'2' THEN

GOEXIT

ELSE

C'2', 1, II

-

-

GOENTRY

IFEND

SUBREND

Auf vielfachen Kundenwunsch ist die Adressierung der Input/Output-Areas von bisher maximal 4096 Bytes auf jetzt maximal 32K erweitert worden. Gleichzeitig wurde die Filepacinterne Workarea von bisher maximal 4096 Bytes auf maximale 64K ausgebaut.

Erweiterte Adressierung

Mit der neuen Adressierung erübrigt sich das Codieren von FROM-respektive TO-Statements; dadurch wird Filepac besser lesbar. Einen weiteren Vorteil bringt die nicht mehr an eine Area gebundene Adreßangabe im IF-Statement (bisher waren nur Adressen der gleichen Input-Area möglich).

Beispiel 3: (Vergleich Input Area 1 mit Input Area 3)

IF I1-6000,10, EQ, I3-11600 THEN . . .

Sechs neue Parm-Optionen stehen mit dem neuen Release zusätzlich zur Verfügung.

Es sind dies im einzelnen:

- Unterdrücken der Start-/End-Meldungen auf Konsole.

Beispiel: PARM=NOMSG

- Unterdrücken des Statements-Traces, welcher bei Filepac abends die Statement-Nummer des Interrupts ausgibt. Dadurch wird die Ausführung des Programms schneller.

Beispiel: PARM=NOSTMT

- Unterdrücken der Auflistung von Source Statements, die durch das Filepac-Statement COPY aufgerufen wurden.

Beispiel: PARM=NOLCPY

- Setzen des Rum-Datums, unabhängig vom Computer-Datum, auf das durch das Filepac-Statement DATE zugegriffen werden kann.

Beispiel: PARM=tt.mm.jj

- Die Filepac-interne Workarea kann auf die vom Anwender gewünschte Größe definiert werden.

Beispiel: PARM=WORKA=20000

- Mit einem USER PARM kann ein Parameter auf eine gewünschte Stelle in der Filepac-internen Workarea gesetzt werden.

Beispiel: PARM=/8000, DIES IST EIN FPAC USER PARM

Das Jubiläumsbonbon, erläutert Systor-Prokurist Carl Scherler, besteht nun darin, daß alle Filepac-Kunden, die "unter Wartung stehen" (Scherler) und alle diejenigen Neukunden, die sich diesem Kreis bis zum 31.10. 81 noch hinzugesellen, das neue Sort-Zusatzfeature gratis erhalten können, wenn sie wollen. "Wer beispielsweise keine VSAM-Files hat", gibt Scherler zu bedenken, "ist an diesem Feature nicht interessiert."

Die DOS-Grundversion von Filepac wird weiterhin 9800, die OS-Version weiterhin 12 600 Schweizer Franken kosten, wobei Systor - Scherler weist ausdrücklich darauf hin - Franken gleich Mark rechnet.

Informationen: Systor AG, Jungholzstr. 43, CH-8050 Zürich, Tel.: 01/3 01 48 44.